Klassentreffen nach 68 Jahren: Ehemalige Schülerinnen der Mädchenhauptschule in Mistelbach feiern ihre Erinnerungen
Am 19. Juni 2026 versammelten sich die ehemaligen Schülerinnen der Mädchenhauptschule in Mistelbach zu einem ganz besonderen Klassentreffen. 68 Jahre nach ihrem Pflichtschulabschluss, der 1958 stattfand, feierten die Damen, die mittlerweile alle 82 Jahre alt sind, ihre gemeinsamen Erinnerungen und Erlebnisse. Es war ein Treffen, das nicht nur die Herzen berührte, sondern auch viele emotionale Momente mit sich brachte.
Die Frauen, die sich regelmäßig seit einigen Jahren treffen, haben sich nicht nur zum Plaudern und Schwelgen in Erinnerungen zusammengefunden, sondern auch um über Familie, Reisen und ihre Lebensgeschichten zu sprechen. Zu den Teilnehmerinnen dieses besonderen Treffens zählten Hannerl Kucera, Gertraud Gerl, Ernestine Prichenfried, Renate Gollowitzer, Christine Rezek, Doris Dostal, Ilse Podezin, Hedwig Pernold, Eleonore Nussmüller, Gunde Selinger, Edith Hipfinger, Berta Rabl, Waltraud Stimson, Renate Zucker, Herta Misch, Christine Csapkovits und Irmgard Komenda. Einige der ehemaligen Klassenkameradinnen konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, was die Runde mit einem Hauch von Melancholie erfüllte.
Ein Treffen voller Nostalgie
Die Gruppe hat sich seit ihrem Abschluss insgesamt zwölf Mal getroffen. Diese jährlichen Zusammenkünfte fanden auch anlässlich besonderer Anlässe wie den 50., 60., 70. und nun dem 80. Geburtstag der Teilnehmerinnen statt. Die Damen zelebrieren nicht nur die Zeit ihrer Schulzeit, sondern auch die gemeinsamen Lebenswege, die sie seither gegangen sind. Es ist eine Art Familientreffen, das mit einer Prise Nostalgie gewürzt ist.
Und das ist nicht nur ein einfaches Treffen. Solche Zusammenkünfte können starke Emotionen hervorrufen. Man fragt sich „Wer kommt?“ und „Wie sehe ich aus?“. Gespräche über Lebenssituationen und die eigene Entwicklung sind dabei ganz normal. Diese Treffen bieten auch die Möglichkeit, Bilanz über das eigene Leben zu ziehen und alte Wunden zu heilen. Die Erinnerungen an die Schulzeit kommen zurück, – und das oft mit einem Schmunzeln oder einem tiefen Seufzer. Komischerweise scheinen die alten Rollenmuster manchmal wieder aktiv zu werden, als wäre man nie weg gewesen.
Ein Blick in die Zukunft
Für die Damen von Mistelbach sind solche Treffen mehr als nur ein Anlass, um sich zu sehen. Es ist eine Chance, sich selbst zu finden und zu verstehen. Julia Onken hat einmal gesagt, dass Klassentreffen helfen können, neue Perspektiven zu gewinnen. Die Gespräche in diesem kleinen Kreis sind oft tiefer und ehrlicher, als man es in anderen sozialen Zusammenkünften erleben würde. Es ist ein Platz für die Reflexion über vergangenes Verhalten und die Möglichkeit, über alte Konflikte zu sprechen.
Wenn sich die ehemaligen Schülerinnen wiedersehen, ist das nicht nur ein Rückblick auf die Schulzeit, sondern auch eine Feier des Lebens. Ein feierlicher Akt der Verbundenheit und des Austausches, der zeigt, dass Freundschaften über Jahrzehnte hinweg bestehen können. Ein herzlicher Toast auf die gemeinsamen Erinnerungen und auf die noch kommenden Jahre.
Für weitere Informationen über die Treffen der ehemaligen Schülerinnen der Mädchenhauptschule in Mistelbach, kann man die vollständige Geschichte [hier](lesen).
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