Am Samstag, dem 2. Juni 2026, war die Westfield Shopping City Süd in Mödling ein Ort voller Leben und bedeutungsvoller Begegnungen. An diesem Tag fand ein ganz besonderer Aktionstag zum Kinderhospiz- und Palliativtag statt, der vom Landesverband Hospiz Niederösterreich sowie den Kinder- und Jugend-Palliativteams (KI-JU-PALL) von MOKI Niederösterreich, der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Landesklinikums Mödling und HoKi NÖ organisiert wurde. Ziel dieser Veranstaltung war es, ein Bewusstsein für die Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen zu schaffen, die mit lebensbedrohlichen oder lebensverkürzenden Erkrankungen leben – und das ist keine leichte Aufgabe!

Die Besucher konnten sich auf ein buntes Programm freuen. Workshops für Schulklassen, kreative Gestaltungsräume, unterhaltsame Riesen-Seifenblasen-Shows und liebevolle Kinderunterhaltung sorgten für eine fröhliche Atmosphäre. Ein ganz besonderer Höhepunkt war die Übergabe der Engelsfackel durch Kinderburg mobil, die im Rahmen des Deutschen Kinder-Lebens-Laufs stattfand. Zsolt Juhasz, der General Manager der Westfield Shopping City Süd, betonte dabei die immense Bedeutung des Aktionstags für die Sichtbarkeit der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Das Engagement von IKEA Vösendorf, das Mobiliar für die Veranstaltung zur Verfügung stellte, wurde ebenfalls gewürdigt. Georg Platzer, Market Manager von IKEA Vösendorf, hob die Wichtigkeit von Spielräumen für Kinder hervor, die in solchen Momenten des Lebens einen kleinen Lichtblick bieten können.

Begleitung für betroffene Familien

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Begleitung von Familien ab der Diagnosestellung. Es ging darum, den Schwerpunkt auf Lebensqualität und Unterstützung zu legen. Kinderärzte und ambulante (Kinder-)pflegedienste übernehmen in der häuslichen Betreuung die palliative Grundversorgung. Diese umfasst medizinische Betreuung, die Steuerung der medikamentösen Therapie sowie die Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen. Das ist besonders wichtig, wenn sich der Gesundheitszustand der jungen Patienten verschlechtert und intensivere medizinische Betreuung benötigt wird.

Für viele Familien kann es eine große Herausforderung sein, mit der Diagnose umzugehen. Es gibt spezialisierte Einrichtungen, sogenannte Sozialpädiatrische Zentren (SPZ), die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten, Pädagogen und Sozialarbeitern anbieten. Diese Zentren spielen eine entscheidende Rolle in der ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit körperlichen und geistigen Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Sie sind oft eine wichtige Anlaufstelle, wenn es darum geht, Unterstützung und Hilfe zu finden.

Ambulante Hospizdienste als wichtige Unterstützung

Ein weiterer Aspekt der palliativmedizinischen Versorgung ist die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), die in Anspruch genommen werden kann, wenn die bisherigen Versorgungsmöglichkeiten nicht ausreichen. Diese wird in der Regel von einem pädiatrischen Palliativteam erbracht, das aus Fachleuten mit spezieller Qualifikation in der Palliativmedizin besteht. Die Leistungen der SAPV umfassen unter anderem Beratung, Koordination der Versorgenden und zusätzliche unterstützende Versorgung. Das Besondere daran? Ambulante Hospizdienste unterstützen unheilbar erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige, indem sie regelmäßig nach Hause kommen, Gespräche anbieten und die Familien im Alltag begleiten.

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Die Angebote der ambulanten Hospizdienste sind kostenlos und das ist ein großer Lichtblick für viele, die sich in einer solch schwierigen Situation befinden. Die Unterstützung kann eine enorme Entlastung sein, insbesondere wenn es um die Organisation von Terminen oder die zeitweise Betreuung geht. Es sind oft die kleinen Dinge, die in schweren Zeiten einen großen Unterschied machen können.

Insgesamt war der Aktionstag in der Westfield Shopping City Süd ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für die Herausforderungen und Bedürfnisse von betroffenen Familien zu schärfen. Die Veranstaltung bot nicht nur Raum für Information und Austausch, sondern auch für Solidarität und Gemeinschaft. Ein großes Dankeschön an alle Organisatoren und Unterstützer, die diesen Tag möglich gemacht haben. Weitere Informationen und Unterstützung findet man unter gesund.bund.de.