Am 4. Juni 2026 fand die Anningerwallfahrt zur Kaiser Jubiläumswarte statt – ein Wahnsinn, was sich da in Mödling abspielte! Organisiert von der Pfarre Selige Schwester Restituta und der Evangelischen Pfarrgemeinde, begann die Wanderung im malerischen Prießnitztal. Ein Shuttlebus stand bereit für all jene, die nicht zu Fuß teilnehmen wollten. Trotz der hohen Temperaturen konnten die Veranstalter zahlreiche Teilnehmer begrüßen, und das hat einfach gute Laune gemacht.

Die Bürgermeisterin Silvia Drechsler führte eine Abordnung des Stadt- und Gemeinderates an, während die Blasmusikkapelle der Stadtgemeinde Mödling für eine musikalische Umrahmung sorgte. Nach der ökumenischen Messe vor der Warte, die eine beeindruckende Atmosphäre bot, gab es eine Agape, bei der sich die Teilnehmer stärken konnten. Ein ganz besonderer Anlass war zudem das fünfjährige Bestehen der neuen Kaiser Jubiläumswarte.

Eine lange Geschichte

Die Geschichte des Aussichtsturms reicht bis ins Jahr 1887 zurück, als die hölzerne „Sophienwarte“ eröffnet wurde. Ein Fonds für einen neuen Aussichtsturm wurde anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. ins Leben gerufen. Die Eisenkonstruktion der Kaiser Jubiläumswarte wurde dann 1898 eingeweiht. Nach einer umfassenden Renovierung im Jahr 1998 zum 100-jährigen Bestehen wurde der Turm 2019 wegen Rostschäden für den Publikumsverkehr gesperrt.

Nach eingehenden Gutachten und Planungen wurde der alte Turm abgetragen und durch einen neuen, 20 Meter hohen Aussichtsturm ersetzt. Die Finanzierung wurde durch einen privaten Spender und die Förderung der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus sichergestellt. Die Umsetzung übernahm die Unger Stahl GmbH, und der neue Turm wurde nur wenige Monate nach Baubeginn eröffnet. Das Eröffnungsfest musste zwar etwas warten, aber die Vorfreude war dafür umso größer.

Ein Ort der Begegnung

Der neue Aussichtsturm wird vom Verein der Naturfreunde in Mödling von 1877 betrieben. Obmann Leo Lindebner berichtete von der durchweg positiven Resonanz der Besucher, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Ausblick – der Blick von oben ist einfach grandios! Die Waldruheplätze in der Umgebung werden von Wanderern gerne genutzt, um innezuhalten und die Natur zu genießen.

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Für all jene, die noch nicht dort waren: Die Wanderung zur Jubiläumswarte führt durch den idyllischen Dehnepark. Bei schönem Wetter reicht der Blick bis zum Schneeberg – einfach traumhaft! Der Stadtwanderweg ist im mobilen Stadtplan eingezeichnet, und mit aktivierter Standortbestimmung kann man ganz einfach seinen aktuellen Standort sehen. Die Route führt über die Straßenbahn 49 Station Rettichgasse, Linzerstraße, Rosentalgasse und viele weitere malerische Gassen und Plätze.

Der Dehnepark selbst hat eine spannende Geschichte. Er wurde 1791 als Landschaftspark der Fürstin Paar im Wienerwald angelegt und 1851 von einem Zuckerbäcker erworben. In den 30er-Jahren gehörte er dann sogar einem Schauspieler! Seit 1973 ist er öffentlich zugänglich und ein beliebtes Ziel für Naturfreunde. Und wenn du nach der Wanderung Hunger hast, gibt es am Weg auch einige Gasthäuser, wie das große Schutzhaus Rosental und den Berggasthof, wo du dich stärken kannst.

Die Kaiser Jubiläumswarte ist also nicht nur ein schöner Aussichtspunkt, sondern auch ein Ort, der Geschichte atmet und in der Natur einlädt. Wenn du noch nicht dort warst, wird’s höchste Zeit!