Am 2. Juli 2026 fand das „Forum Dorf & Stadt“ in Höflein bei Bruck/Leitha statt, eine bedeutende Veranstaltung, die rund 700 Bürgermeister, Gemeindefunktionäre und Vereinsvertreter aus ganz Niederösterreich zusammenbrachte. Die Themen Regionalentwicklung, Ortskernbelebung, Digitalisierung und Bürgerbeteiligung standen im Mittelpunkt und zeugten von einem bemerkenswerten Engagement für die Zukunft der Gemeinden. Besonders im Fokus war die Ehrung von über 100 „Dorfheldinnen und Dorfhelden“, die für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet wurden. Unter ihnen waren auch sieben herausragende Mitbürger aus dem Bezirk Mödling, die mit ihrer unermüdlichen Arbeit das Leben in ihren Gemeinden bereichern.

Der Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf hob die immense Bedeutung der Dorferneuerung hervor und erinnerte daran, dass in den letzten drei Jahren über 900 Projekte im Rahmen der Förderaktion „Stolz auf unser Dorf“ bewilligt wurden. Dabei betonte er die Wichtigkeit der Menschen hinter diesen Projekten, die mit Herzblut und Engagement an der Verbesserung ihrer Lebensumgebung arbeiten. Maria Forstner, die Obfrau des NÖ Vereins Dorf- & Stadterneuerung, würdigte das Ehrenamt und die unermüdliche Hingabe dieser Personen.

Die ausgezeichneten Dorfhelden

Die ausgezeichneten Dorfhelden aus dem Bezirk Mödling sind ein wahrhaft inspirierendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement. Michaela Hollinsky aus Laxenburg ist beim Roten Kreuz aktiv und als First Responder stets zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird. Josef Koppensteiner aus Guntramsdorf hingegen hat sich als langjähriger Gemeinderat und Kulturverantwortlicher einen Namen gemacht und leitet zudem den Museumsverein. Nepomuk Kunz aus Hinterbrühl engagiert sich nicht nur in der Feuerwehr, sondern auch in der Kirche und der Kinder- und Jugendarbeit – ein wahres Multitalent!

Gerald Pitsch aus Biedermannsdorf ist seit über 30 Jahren im Verein „Die Festlmacher“ aktiv und bringt Menschen zusammen, während er gleichzeitig beim Roten Kreuz hilft. Gerhard Poetsch aus Gaaden ist bekannt für seine Hilfsbereitschaft und tatkräftige Unterstützung in der Gemeinschaft. Leopold Wurth aus Perchtoldsdorf setzt sich leidenschaftlich für den Weinbau und die Bewahrung der Weinbautradition ein. Und Walter Jirka aus Mödling, der sich mit der Geschichte der Stadt beschäftigt, insbesondere mit der Waisenhauskirche und dem Hyrtl’schen Waisenhaus, findet immer wieder spannende Aspekte, die er mit anderen teilt.

Das Engagement für Dorfentwicklung

Das Engagement für die Entwicklung der Dörfer ist nicht nur eine Frage des Ehrenamts, sondern auch der professionellen Unterstützung. Menschen, die sich in der Dorf- und Regionalentwicklung engagieren, bringen vielfältige Kompetenzen mit. Dazu gehören Kommunikationsstärke, Geduld und die Fähigkeit, komplexe Themen verständlich zu erklären. Auch ein gutes Verständnis für Städtebau und Architektur ist von großer Bedeutung. Sie unterstützen Bürger*innen nicht nur bei Förderanträgen, sondern helfen auch, Fragen mit dem Amt für regionale Landesentwicklung zu klären.

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Die Arbeit ist oft sehr erfüllend, besonders wenn man sichtbare Erfolge sieht, wie zum Beispiel die Sanierung alter Höfe. Fördermittel von bis zu 200.000 Euro können das Ortsbild innerhalb von ein bis zwei Jahren erheblich verändern. Doch es gibt auch Herausforderungen: Bei größeren kommunalen Projekten den Überblick zu behalten, ist nicht immer einfach. Manchmal wird nicht jeder Förderantrag beim ersten Mal genehmigt, was die Motivation erfordert, es erneut zu versuchen.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung in Höflein, wie wichtig es ist, Menschen für die Entwicklung ihrer Gemeinden zu inspirieren und zu unterstützen. Die ausgezeichneten Dorfhelden sind bezeichnend für das Engagement, das in den Dörfern Niederösterreichs gelebt wird. Sie sind das Rückgrat ihrer Gemeinden und stehen als Vorbilder für eine lebendige Bürgergesellschaft.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel hier.

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