In Mödling tut sich gerade richtig viel. Wenn man sich die rasante Entwicklung des Datenbedarfs anschaut, wird klar, dass wir dringend neue Lösungen brauchen. Der globale Ausbau der physischen Infrastruktur schreitet zwar voran, doch die digitale Verwaltung hinkt oft hinterher. Gerade in kleineren Regionen und bei lokalen Netzbetreibern stehen wir vor großen Herausforderungen. Das merkt man besonders, wenn man sieht, wie mittelständische und große Unternehmen oft mit starren, unzureichenden Systemen kämpfen. Doch jetzt gibt es Hoffnung! Das Startup fluctus hat ein neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt, das den Datenaustausch revolutionieren könnte.

Das Besondere an dem System ist, dass es als „Zero-Touch“-Anwendung funktioniert. Diese Lösung zentralisiert den Datenaustausch und macht es für die Nutzer deutlich einfacher, sich mit dem offenen Netz zu verbinden. Das klingt erstmal kompliziert, ist aber tatsächlich ein echter Fortschritt. Denn fluctus ist die einzige Firma, die eine vollständig zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) im europäischen Open-Access-Markt anbietet. Dadurch müssen Kunden keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr Netz implementieren.

Offene Netze für alle

Ziel von fluctus ist es, allen Breitbandteilnehmern Zugang zu einem offenen Netz zu ermöglichen. Das hat nicht nur Vorteile für die Anbieter, sondern auch für die Verbraucher:innen. Wenn Internet Service Provider um Kunden kämpfen, führt das zu besseren Produkten und niedrigeren Preisen. Offene Netze garantieren zudem fairen Zugang für alle Anbieter, was für ein einheitliches Prozessmanagement und technische Mindeststandards sorgt.

Die Zielgruppen sind dabei klar definiert: Netzbesitzer, also regionale Infrastrukturbetreiber, und große Technologieunternehmen stehen im Fokus. Monetarisierung erfolgt über Dienstleistungs- und Wartungsverträge, und es gibt drei flexible Modelle für E2E-Deployment, die nach Unternehmensgröße gestaffelt sind. Projektpauschalen werden pro Projekt oder „Point of Presence“ (POP) verrechnet. Damit wird klar, dass die Entwicklung dieser Technologie sehr kapital- und ressourcenintensiv war. Hürden wie hohe Investitionen (CAPEX) und der Mangel an ausgebildetem Personal waren nicht zu unterschätzen. Dank aws Seedfinancing – Deep Tech konnte jedoch die Marktreife der Technologie erreicht werden.

Wie funktioniert Open Access?

Doch was bedeutet das für die Verbraucher:innen? Viele fragen sich, ob sie ihren bisherigen Anbieter beim Glasfaseranschluss beibehalten können. Im Gegensatz zu DSL-Leitungen, die oft der Deutschen Telekom gehören, gehören Glasfaserleitungen verschiedenen Betreibern. Open Access bedeutet, dass ein Betreiber anderen Anbietern die Mitnutzung seiner Glasfaserleitungen erlaubt. Das hat große Vorteile: Verbraucher:innen profitieren von einer größeren Anbieterauswahl und können zwischen verschiedenen Anbietern wählen. Das fördert den Wettbewerb und sorgt für bessere Konditionen.

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Ein wichtiger Punkt ist auch die Vermeidung von Doppelausbau. Alle Anbieter können die bereits verlegten Glasfaser nutzen, was nicht nur kosteneffizienter ist, sondern auch die Umwelt schont. Allerdings hängt der Anspruch auf Open Access vom Ausbau ab. Eigenwirtschaftlicher Ausbau bedeutet, dass Unternehmen auf eigene Kosten bauen, was oft nicht den Zugang zu fairen Bedingungen garantiert. Bei gefördertem Ausbau, wo staatliche Unterstützung ins Spiel kommt, müssen Betreiber jedoch anderen Zugang gewähren.

Regulatorische Unterstützung notwendig

Eine Studie der SBR-net Consulting AG im Auftrag des VATM zeigt, dass Deutschland beim Glasfaserausbau erheblichen Nachholbedarf hat. Zwar sind Investitionen vorhanden, doch die bestehenden Netze werden zu wenig genutzt. Um den Glasfaserausbau voranzutreiben, müssen Netze intensiver genutzt werden. Kooperationen zwischen Netzbetreibern und Diensteanbietern nehmen zu, während die Strategie der Telekom, die auf Exklusivität setzt, kritisch für den Wettbewerb bewertet wird.

Open Access-Modelle erhöhen die Auslastung von FTTH-Netzen und reduzieren Transaktionskosten durch Standardisierung. Das alles trägt dazu bei, dass die flächendeckende Glasfaserversorgung vorangetrieben wird. Doch dazu braucht es regulatorische Unterstützung durch die Bundesnetzagentur. Diese muss sicherstellen, dass diskriminierungsfreier Zugang gewährleistet ist. Immer wieder gibt es Berichte, dass Telekommunikationsunternehmen anderen Anbietern Zugang gewähren müssen, was die Wichtigkeit dieser Aufsicht unterstreicht.

Insgesamt zeigt sich, dass der Glasfaserausbau in Mödling und darüber hinaus nicht nur eine technische Herausforderung ist, sondern auch eine Frage der Zusammenarbeit und der richtigen Modelle. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt und ob wir bald von den Vorteilen der offenen Netze profitieren können.

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