Heute ist der 26.04.2026, und in Mödling wird ein neues Kapitel der Nachbarschaftshilfe aufgeschlagen. Im Schlossplatz in Laxenburg fand die Präsentation der Initiative „Füreinander Niederösterreich“ statt, die vom Niederösterreichischen Zivilschutzverband (NÖZSV) ins Leben gerufen wurde. Ziel dieser Initiative ist es, Unterstützung nach Katastropheneinsätzen zu leisten und somit über die klassische Krisenbewältigung hinauszugehen. Im Fokus steht die Begleitung der Betroffenen, nachdem die Einsatzorganisationen ihre Arbeiten abgeschlossen haben. Dies ist besonders wichtig, denn nach Unwettern, Hochwasser und anderen Krisen ist die private Lebenssituation oft stark beeinträchtigt.

Landesrat Martin Antauer (FPÖ) betonte bei der Veranstaltung die Rolle einer strukturierten Nachbarschaftshilfe. Die Initiative schafft eine niederschwellige Möglichkeit zur gezielten Organisation und wirksamen Hilfe, was in Zeiten der Not von unschätzbarem Wert ist. Christoph Kainz, Präsident des NÖZSV, wies auf die Entstehung eines verlässlichen, regionalen Systems hin, das auf spontaner Hilfsbereitschaft basiert. „Füreinander Niederösterreich“ wurde erstmals im Industrieviertel vorgestellt, mit dem Ziel, diese wertvolle Hilfe landesweit zu implementieren.

Umfangreiche Unterstützung in Notlagen

Die Initiative „Füreinander Niederösterreich“ steht allen ab 16 Jahren offen, unabhängig von Geschlecht oder Weltanschauung. Der Gedanke dahinter ist einfach: Hilfe, Schutz und Verbindung in größeren Notfällen. Die möglichen Unterstützungsleistungen sind vielfältig. Ob beim Reinigen und Aufräumen, Möbeltragen, Einkaufsdiensten oder sogar bei der Schadensmeldung online – jeder kann seine Hilfe anbieten. Auch das Ausfüllen von Formularen oder das Besetzen von Notfall-Infopunkten sind Aufgaben, die Freiwillige übernehmen können.

Für Interessierte gibt es einen kostenlosen, eintägigen Grundlehrgang, der wichtige Themen wie Risikomanagement und Informationen zu Blaulichtorganisationen abdeckt. Es ist erfreulich zu hören, dass keine besondere Ausbildung erforderlich ist – jede Unterstützung ist willkommen. Die Freiwilligen kommen genau dort zum Einsatz, wo die Arbeit der Einsatzorganisationen endet, etwa nach Großschadensereignissen wie Hochwasser, Sturm, Eisregen oder Stromausfällen.

Blaulichttag und Vernetzung der Einsatzorganisationen

Im Rahmen der Präsentation fand auch ein Blaulichttag statt, bei dem regionale Einsatzorganisationen ihre Arbeit vorstellten. Die Besucher hatten die Möglichkeit, Einblicke in die Abläufe von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zu erhalten. Zudem gab es Informationen zu Vorsorge und freiwilligem Engagement. Solche Veranstaltungen tragen nicht nur zur Aufklärung bei, sondern stärken auch das Bewusstsein für die Bedeutung der Nachbarschaftshilfe.

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Die Initiative zielt darauf ab, die Katastrophenhilfe in Niederösterreich nachhaltig zu stärken und besser zu vernetzen. In einer Zeit, in der schnelle, unbürokratische Hilfe für den Wiederaufbau im Alltag entscheidend ist, sind Projekte wie „Füreinander Niederösterreich“ ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Organisatoren hoffen, dass viele Menschen sich beteiligen und so ein starkes Netzwerk der Unterstützung schaffen, das in Krisenzeiten griffbereit ist.

Für weitere Informationen zur Initiative und wie man sich engagieren kann, besuchen Sie die Webseite Füreinander Niederösterreich.