Am 24. und 25. April 2026 fand im Bezirk Mödling eine zweitägige Ausbildung für die Arbeit in einem Führungsstab statt. Rund 20 Mitglieder aus mehreren Feuerwehren nahmen an dieser wichtigen Schulung teil, die von Nikolaus Erben und Andreas Hohensinn geleitet wurde. Der erste Abend stand ganz im Zeichen der Theorie, wo die Grundlagen der Stabsarbeit vermittelt wurden. Hierbei wurden zentrale Themen wie Führungsgrundsätze, Führungsverfahren, rechtliche Rahmenbedingungen und das Staatliche Krisen- und Katastrophenmanagement (SKKM) des Bundes behandelt. Ziel war es, ein einheitliches Verständnis für Abläufe und die Zusammenarbeit innerhalb eines Führungsstabes zu schaffen.
Der zweite Tag bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, das Erlernte in einer praktischen Übung im Lehrsaal der Freiwilligen Feuerwehr Mödling anzuwenden. Ein vollständiger Führungsstab mit allen Sachgebieten wurde aufgebaut, und die Abläufe wurden realitätsnah durchgespielt. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, eingehende Meldungen aufzunehmen, diese zu verarbeiten und Entscheidungen abzuleiten. Dabei wurden Befehle und Meldungen aus dem Stab herausgegeben, was die Relevanz der Theorie unterstrich. Besonderen Besuch erhielten die Übungsteilnehmenden von Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Christian Giwiser und Abschnittsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Michael Schinko sowie Richard Feischl, einem ehemaligen Bezirksfeuerwehrkommandanten und Experten für Stabsarbeit.
Praxisorientierte Ausbildung im Fokus
Diese Ausbildung stellt die Grundlage für weitere Ausbildungen und Übungen im Bezirksführungsstab (BFÜST) dar, welcher bei größeren oder komplexeren Einsatzlagen aktiv wird. Die Aufgaben des BFÜST sind vielfältig und reichen von der Unterstützung des Einsatzleiters über die Informationssammlung und Lagebewertung bis hin zu Entscheidungsvorschlägen, Koordination der eingesetzten Kräfte, Planung von Maßnahmen und Organisation von Ressourcen. Ein strukturierter Informationsfluss ist hierbei unerlässlich, um im Ernstfall effektiv und effizient handeln zu können. Der BFÜST arbeitet nach den Prinzipien des SKKM, um eine einheitliche und effiziente Führung und Zusammenarbeit zu gewährleisten.
Das Engagement der Teilnehmenden ist nicht zu unterschätzen. Viele investieren ihre Freizeit in diese Aus- und Fortbildung, was zeigt, wie wichtig ihnen die Sicherheit und das Wohlergehen der Gemeinschaft sind. Die Schulungen sind so gestaltet, dass sie einen echten Mehrwert bieten und die Zeit der Teilnehmenden nicht verschwenden. Dies entspricht auch den Standards, die von Institutionen wie dem Institut für Gefahrenabwehr gefordert werden. Hierbei wird auf individuelle Bedürfnisse der Organisationen eingegangen und die Inhalte entsprechend angepasst.
Zukunftsorientierte Ausbildungskonzepte
In der heutigen Zeit sind effektive Schulungsprogramme entscheidend für den Erfolg in der Krisenbewältigung. Die Ausbildungsangebote decken ein breites Spektrum ab, von Grundlagenschulungen für neue Mitarbeitende bis hin zu Workshops zur Erstellung von Prozessen und Vertiefungsseminaren im Bereich „Versorgung/Logistik“. Auch die Berücksichtigung geltender Rechtsgrundlagen und die Ausgleichung unterschiedlicher Erfahrungsstände innerhalb der Gruppen sind wichtige Aspekte der Ausbildung. Ziel ist es, dass alle Teilnehmenden mit den gleichen Voraussetzungen in die Seminare starten, um ein effektives Lernen zu ermöglichen.
Insgesamt zeigt die Ausbildung im Bezirk Mödling, wie wichtig gut ausgebildete Führungskräfte in der Feuerwehr sind. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung bereitet die Mitglieder optimal auf ihre zukünftigen Aufgaben vor. Die Arbeit im BFÜST kann somit entscheidend dazu beitragen, dass im Ernstfall schnell und zielgerichtet gehandelt werden kann.