Heute ist der 14.05.2026 und wir werfen einen Blick auf eine spannende Veranstaltung, die kürzlich im Bezirk Mödling stattfand. Der Wiedereinsteiger-Tag, organisiert vom Arbeitsmarktservice (AMS) Mödling, hat sich als eine wertvolle Anlaufstelle für all jene erwiesen, die nach einer familiären Unterbrechung wieder ins Berufsleben zurückkehren möchten. Die Zielgruppe? Frauen und Männer, die sich auf den Wiedereinstieg vorbereiten und dabei Unterstützung suchen. Hierbei wurde besonders betont, wie wichtig gründliche Informationen und maßgeschneiderte Förderangebote sind – ein Punkt, den auch Werner Piringer, der Geschäftsstellenleiter des AMS Mödling, in seiner Ansprache hervorhob.
Die Veranstaltung, die am 06. Mai 2026 stattfand, bot reichlich Gelegenheit zum Austausch. Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich nicht nur über verschiedene Fördermöglichkeiten informieren, sondern auch direkt mit Vertretern von Institutionen wie dem Frauenberufszentrum, der Wirtschaftskammer oder der Arbeiterkammer sprechen. Manch einer kam mit Fragen, die schon lange im Kopf herumgeisterten, und ging mit einem Koffer voller neuer Ideen und Ansätze nach Hause. In einer Zeit, in der im Bezirk Mödling Ende April 2023 über 2.791 Personen arbeitslos waren – davon 1.267 Frauen – ist ein solches Angebot umso wichtiger.
Die Herausforderungen beim Wiedereinstieg
Der Wiedereinstieg in den Beruf kann für viele eine echte Herausforderung darstellen. Oft wird dieser durch familiäre Verpflichtungen, wie etwa die Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, erschwert. Laut dem Gleichstellungsportal haben 12% der Arbeitslosen im Bezirk Mödling Wiedereinsteigerinnen nach einer familiären Unterbrechung. Das zeigt, dass es viele gibt, die den Schritt zurück ins Berufsleben wagen möchten, aber oft mit Unsicherheiten kämpfen. Auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit unter Frauen um 7,5%, während sie bei Männern nur um 1,5% zunahm.
In diesem Kontext sind die zentralen Förderangebote des AMS von großer Bedeutung. Programme wie FiT (Frauen in Handwerk und Technik) und die Frauenberufszentren bieten nicht nur Informationen, sondern auch finanzielle Unterstützung, etwa für Kinderbetreuungskosten oder durch Lohnkostenförderungen. Im Jahr 2023 haben bereits 168 Wiedereinsteigerinnen diese Angebote in Anspruch genommen, und 67 von ihnen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Besonders erfreulich: 55 dieser Wiedereinsteiger waren Frauen.
Maßgeschneiderte Unterstützung für Wiedereinsteiger:innen
Die Angebote des AMS Mödling sind darauf ausgelegt, den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Insbesondere die geplante Reservierung von über 50% der Fördermittel für weibliche Jobsuchende zeigt, wie ernst es den Verantwortlichen mit der Gleichstellung ist. So können Frauen, die oft aus den unterschiedlichsten Gründen eine berufliche Pause eingelegt haben, wieder Fuß fassen. Mehr als nur eine Zahl: 43,5% der arbeitslos vorgemerkten Frauen haben Anspruch auf diese Fördermittel, und es ist erfreulich zu sehen, dass 51,0% des Förderbudgets in die Unterstützung von Frauen fließen.
Doch der Weg zurück ins Berufsleben ist nicht immer einfach. Oft fehlt es an Unterstützungsleistungen von Arbeitgeber*innen. Die Entscheidung über den Wiedereinstieg wird nicht selten durch äußere Faktoren beeinflusst. Die Website „Perspektive Wiedereinstieg“ bietet hier hilfreiche Informationen und Tipps, die bei der Planung und Umsetzung des Wiedereinstiegs unterstützen können. Es ist ein wichtiger Schritt, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und gegebenenfalls Hilfe in Anspruch zu nehmen.
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Rollenvorstellungen immer noch tief verwurzelt sind, ist es wichtig, über die Herausforderungen und Möglichkeiten zu sprechen. Der Wiedereinsteiger-Tag in Mödling war ein Schritt in die richtige Richtung und ein Zeichen dafür, dass der Wiedereinstieg nach familiären Unterbrechungen nicht nur möglich, sondern auch aktiv gefördert wird. Es bleibt zu hoffen, dass solche Veranstaltungen weiterhin stattfinden und eine größere Sichtbarkeit für die Belange von Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern schaffen.