Am Samstag feierte die Freiwillige Feuerwehr Raach am Hochgebirge ihr 70-jähriges Bestehen. Ein runder Geburtstag, der ganz im Zeichen der Gemeinschaft stand. Schließlich leben in dem kleinen Dorf, in dem aktuell 320 Menschen wohnen, 91 Mitglieder der Feuerwehr – das sind stolze 20 Prozent der Bevölkerung! Bei solch einer Zahl wird klar, dass die Feuerwehr mehr als nur eine Institution ist; sie ist ein Teil des Dorflebens, ein Rückgrat, auf das jeder Raacher stolz sein kann. Auf dem Festakt waren zahlreiche Vertreter der umliegenden Feuerwehren, darunter die Kameraden aus Otterthal, Trattenbach und Gloggnitz-Stadt, anwesend.

Die Veranstaltung war gut besucht und die festliche Stimmung wurde von dem Trio Kaghofer – Angerler musikalisch untermalt. Ein echter Ohrenschmaus! Feuerwehrkommandant Johannes Haider, zusammen mit Stellvertreter Martin Bauer und Verwalter Christian Bauer, begrüßten die Gäste, darunter auch Bürgermeister Thomas Stranz und Vizebürgermeister Reinhard Kampichler, die den wichtigen Beitrag der Feuerwehr für die Gemeinde würdigten. Auch Abschnittsfeuerwehrkommandant Thomas Rauch und Abgeordneter Hermann Hauer waren da, um ihre Anerkennung zu zeigen.

Ehrungen und Auszeichnungen

Im Rahmen des Festes wurden zahlreiche Ehrenkommandanten, wie Johann Stranz und Ernst Kobermann, für ihre langjährige freiwillige Tätigkeit ausgezeichnet. Solche Ehrungen sind wichtig, denn sie zeigen, wie wertvoll das Engagement der Feuerwehrleute für die Gemeinschaft ist. Die Feuerwehrjugend, die vor 25 Jahren ins Leben gerufen wurde, spielt dabei eine zentrale Rolle. Jugendbetreuer Alexander Stranz stellte die Jungflorianis vor – die Zukunft der Feuerwehr, könnte man sagen.

Unter den Anwesenden waren auch die Fahrzeugpatinnen Ilse Dominik und Gerti Haider, die symbolisch für die Unterstützung des Dorfes stehen. So viel Gemeinschaftsgeist ist einfach ansteckend! In Raach ist man sich bewusst, wie wichtig die Feuerwehr ist. Die Mitglieder setzen sich aktuell aus 53 Aktiven, 21 Jugendlichen und 11 Reservisten zusammen, darunter auch zehn Frauen in der Einsatztruppe. Ein tolles Zeichen für Vielfalt und Inklusion!

Aktuelle Einsätze und Herausforderungen

Doch die Feuerwehr Raach ist nicht nur bei Festen aktiv. Wie man hört, führte der Abschnitt Gloggnitz kürzlich ein jährliches Brandstreifenheizen durch, um die Brandgefahr zu minimieren. Dabei waren 16 Feuerwehren und sogar zwei Drohnen mit Wärmebildkameras im Einsatz. Die Feuerwehr Raach stellte ein Tanklöschfahrzeug und fünf Einsatzkräfte zur Verfügung. Es ist wirklich beeindruckend, wie schnell die Feuerwehrleute zur Stelle sind, wenn es darauf ankommt!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Vor nicht allzu langer Zeit gab es auch einen Mülltonnenbrand in Raach, der zum Glück schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein Feuerwehrmann erzählte mir, dass die Fassade eines Wohnhauses leicht erfasst wurde, aber die Einsatzkräfte schnell reagierten. Auch die Fahrzeugbergung eines Krankenwagens, der aufgrund einer vereisten Zufahrt stecken blieb, war ein Beispiel für die Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. Mit einer Rundschlinge wurde das Fahrzeug geborgen und die Rettung konnte weiterfahren. So etwas zeigt, dass die Feuerwehr nicht nur bei Bränden, sondern auch in anderen Notsituationen unverzichtbar ist!

Ein Blick über die Grenzen

Wenn wir einen Blick über die Grenzen werfen, sehen wir, dass auch in Deutschland etwa 1,4 Millionen Menschen bei der Feuerwehr aktiv sind, die meisten ehrenamtlich. 95 % aller Feuerwehren sind freiwillig organisiert. Das zeigt, wie wichtig das Ehrenamt ist – nicht nur in Raach, sondern überall. Auch die Mitgliederzahlen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen, besonders im Nachwuchsbereich. Ein positiver Trend, der Hoffnung macht!

Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Ob es um steigende Mitgliederzahlen, Dokumentationspflichten oder die Notwendigkeit moderner Verwaltungssoftware geht, die Feuerwehr steht vor vielen Aufgaben. Doch eines bleibt klar: Die Feuerwehr ist ein Rückgrat der Gemeinschaft, die in Krisenzeiten zusammenhält. Ob in Raach oder anderswo, der Zusammenhalt ist das, was zählt – und der wird auch in den kommenden Jahren einen hohen Stellenwert haben.