Am vergangenen Wochenende fand im Steinfeldzentrum Breitenau der Bezirksfeuerwehrtag des Feuerwehrbezirkes Neunkirchen statt. Bezirksfeuerwehrkommandant Mario Lukas zog dort eine beeindruckende Bilanz. Über 4.000 aktive Mitglieder aus 85 Freiwilligen Feuerwehren und 5 Betriebsfeuerwehren sichern die Sicherheit von rund 87.000 Einwohnern im Bezirk. Ein toller Anblick, wenn man bedenkt, wie viele Menschen hinter den Kulissen arbeiten, um uns zu beschützen!

Im vergangenen Jahr leisteten die Feuerwehren sagenhafte 3.845 Einsätze und brachten über 41.000 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit auf. Solche Zahlen beeindrucken nicht nur, sie zeigen auch den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute. Während der Veranstaltung waren zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Einsatzorganisationen und dem Feuerwehrwesen anwesend. Es war spürbar, wie viel Wertschätzung den Feuerwehrleuten entgegengebracht wird.

Ehrungen und Auszeichnungen

Besonders erfreulich war die Verleihung von Auszeichnungen an verdiente Mitglieder. Neue Sachgebietsleiter im Bezirksfeuerwehrkommando wurden ernannt, während Mitglieder der Bereichsalarmzentrale Neunkirchen und befreundeter Einsatzorganisationen ebenfalls Anerkennung für ihren Einsatz erhielten. Besonders hervorzuheben ist der Dank an den Ex-Bezirkskommandanten Josef Huber, Ehrenlandesfeuerwehrrat, und die Verabschiedung ausgeschiedener Funktionäre, die mit mehreren Ehrendienstgraden geehrt wurden. Ein emotionaler Moment für alle Anwesenden!

Doch in der Feuerwehrwelt gibt es nicht nur positive Schlagzeilen. In Hessen, wo Norbert Fischer erneut zum Präsidenten des Landesfeuerwehrverbands gewählt wurde, wurden bei der 72. Verbandsversammlung auch drängende Themen angesprochen. Gewalt gegen Einsatzkräfte ist ein großes Problem, das immer mehr in den Fokus rückt. Während eines Fachvortrags von Arvid Graeger (Berliner Feuerwehr) wurde deutlich, wie ernst die Lage ist, besonders in den Silvesternächten. Ministerpräsident Boris Rhein lobte die Arbeit der Feuerwehren in Hessen, doch die Herausforderungen sind nicht zu ignorieren.

Gewalt gegen Einsatzkräfte

Eine bundesweite Umfrage des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigt, dass rund die Hälfte der befragten Feuerwehrleute in den letzten zwei Jahren Gewalt im Einsatz erlebt hat. Das sind alarmierende Zahlen! Verbale Gewalt, Beleidigungen und Drohungen sind an der Tagesordnung. Es ist erschreckend, dass viele Feuerwehrleute aus Angst vor mangelndem Verständnis keine Anzeigen erstatten. Das muss sich ändern, denn Respekt und Wertschätzung sind das A und O für die Arbeit, die diese Menschen leisten.

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In Hessen plant man sogar, Kinder- und Jugendfeuerwehr in eine gemeinsame Organisation zusammenzuführen. Solche Initiativen sind wichtig, um die nächste Generation für das Feuerwehrwesen zu begeistern und zu stärken. Gleichzeitig wird an der Weiterentwicklung der Landesfeuerwehrschule gearbeitet, um die Ausbildung zu modernisieren und neue Ausbildungsansätze zu etablieren. Die Herausforderungen sind groß, aber die Feuerwehrleute sind bereit, diesen entgegenzutreten, und das ist einfach nur bewundernswert.

Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft, und die Ereignisse in Neunkirchen und Hessen verdeutlichen, wie wichtig es ist, diese Menschen zu unterstützen und zu schützen. Wir sollten alle ein bisschen mehr hinschauen und die Arbeit der Feuerwehr wertschätzen – denn sie sind es, die in den brenzligsten Situationen für uns da sind. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.