In Neunkirchen geht ein innovativer Schritt in der Ausbildung: Die Stadt bietet als erste in Niederösterreich eine Lehre zur Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistenz an. Das ist wirklich bemerkenswert! Die duale Ausbildung findet in einer Kombination aus Bücherei, Archiv und Museum statt und bietet den Lehrlingen die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Bereichen zu sammeln. Johanna Wallner hat nun die Lehrabschlussprüfung erfolgreich bestanden und wird von ihren Ausbildern als wertvolle Mitarbeiterin beschrieben, die sich aktiv in Projekte und Arbeitsprozesse einbringen kann. Das ist kein kleiner Erfolg, und Bürgermeister Peter Teix sowie Stadtamtsdirektor Christof Holzer gratulierten ihr herzlich und dankten den Ausbildern für ihre Unterstützung.

Das Spektrum der Ausbildung ist breit gefächert. Die Lehrlinge lernen nicht nur die Bewahrung historischer Bestände, sondern auch moderne Medienkompetenz. Zu den Tätigkeiten gehören das Arbeiten an Bibliothekskatalogen, der Umgang mit Kunden, Reparaturen und die Konservierung wertvoller Medien. Recherchetätigkeiten und die Vermittlung von Inhalten runden das Profil ab. Die Lehrzeit dauert vier Jahre, wobei eine Kombination aus praktischer Ausbildung in Bibliotheken oder Archiven und theoretischem Unterricht in Berufsschulen stattfindet. Dies ist eine wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Angeboten der Stadtgemeinde, und für den kommenden Herbst haben sich bereits die ersten Praktikanten für diese Ausbildung angemeldet. Ein Trend, der zeigt, dass das Interesse an diesem Berufsfeld wächst.

Karrierechancen und Herausforderungen

Die Aufgaben eines:r Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent:in sind vielfältig. Neben dem Umgang mit traditionellen Medien wie Büchern und Zeitschriften, stehen auch digitale Formate wie E-Books auf dem Programm. Die Qualifikationen sind ebenso wichtig: Abgeschlossene Pflichtschule, analytisches Denken und ein Interesse an aktuellen Themen sind unerlässlich. Auch soziale Fähigkeiten, wie Freundlichkeit und ein gepflegtes Auftreten, sind gefragt. Das sind nicht nur trockene Anforderungen, sondern Eigenschaften, die den Beruf lebendig machen. Im ersten Lehrjahr kann man mit einem Gehalt von etwa 831 bis 1.093 Euro brutto rechnen, und mit fortschreitender Ausbildung steigt das Einkommen natürlich an. Nach der Lehre kann man mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.030 und 2.160 Euro brutto pro Monat rechnen. Das klingt nach einer soliden Perspektive!

Die Digitalisierung bringt frischen Wind in den Beruf. Archivare und Bibliothekare sind zunehmend gefragt, um das kulturelle Erbe zu bewahren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf die Ausbildung. Wer sich für eine Karriere in diesem Bereich interessiert, findet nicht nur die Möglichkeit zur Weiterbildung am WIFI oder BFI, sondern hat auch die Chance, in Werbeagenturen oder PR-Firmen Fuß zu fassen. Die Fähigkeiten, die man in der Ausbildung erwirbt, sind also sehr gefragt und eröffnen ganz unterschiedliche Wege.

Die Stadt Neunkirchen setzt mit dieser dualen Ausbildung ein Zeichen. In einer Zeit, in der digitale Medien unseren Alltag prägen, ist es wichtig, auch die traditionellen Werte und das kulturelle Erbe zu bewahren. Die Ausbildung zur Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistenz ist nicht nur ein Schritt in die berufliche Zukunft für die jungen Menschen, sondern auch ein Gewinn für die gesamte Stadt. Und wer weiß, vielleicht wird Johanna Wallner in Zukunft eine Schlüsselrolle in der Bewahrung unseres kulturellen Erbes spielen.

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