Am 13. Juni 2026 war es endlich soweit: Der dreifache Paralympicssieger Johannes Aigner besuchte die Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Neunkirchen. Die Auszubildenden hatten die einmalige Gelegenheit, von einem echten Champion zu lernen und gleichzeitig einen Einblick in das Konzept der Basalen Stimulation zu bekommen. Die Einladung kam von der engagierten Pflegepädagogin Christa Schober, die mit Aigner einen besonderen Gast ins Klassenzimmer holte.

Johannes Aigner, bekannt für seine beeindruckenden sportlichen Erfolge trotz seiner Sehbeeinträchtigung, gestaltete eine Unterrichtseinheit, die die angehenden Pflegekräfte nicht so schnell vergessen werden. Während des Unterrichts lernten die Schüler, wie wichtig es ist, das Wohlbefinden und die Wahrnehmung von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern. Die Basale Stimulation, ein ganzheitliches, körperorientiertes Konzept, steht dabei im Mittelpunkt. Es zielt darauf ab, die Selbstwahrnehmung zu erhalten und die Kommunikation zu erleichtern. Die Schüler erfuhren aus erster Hand, wie wertvoll achtsame Berührung und gezielte Kommunikation sind, um eine professionelle pflegerische Haltung zu entwickeln.

Die Rolle von Johannes Aigner im Unterricht

Ein Highlight der Unterrichtseinheit war, dass Aigner sich als Simulationspatient zur Verfügung stellte. So konnten die Auszubildenden praktische Erfahrungen im Umgang mit besonderen Bedürfnissen sammeln. Aigner gab wertvolle Rückmeldungen zu den pflegerischen Interventionen der Schüler. Dabei beeindruckte er nicht nur mit seiner Lebensgeschichte, sondern auch mit seiner Fähigkeit, die Schüler zu motivieren und zu inspirieren.

Die Basale Stimulation spricht alle fünf Sinne an – Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören und Sehen – und ist besonders wichtig für Menschen mit schweren körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Diese Methoden wurden in den 1970er Jahren für die Sonderpädagogik entwickelt und fanden seit den 1980er Jahren auch in der Pflege Erwachsener Anwendung. Die Ziele sind vielschichtig: Sie reichen von der Förderung der Selbstbestimmung bis zur Steigerung des Wohlbefindens.

Ein Blick auf die Basale Stimulation

Um die verschiedenen Aspekte der Basalen Stimulation zu verdeutlichen, wurden den Schülern auch Methoden wie somatische Stimulation, vestibuläre Stimulation und auditive Stimulation nähergebracht. Die Auszubildenden hatten die Möglichkeit, verschiedene Übungen auszuprobieren, die dabei helfen, die Wahrnehmung zu fördern und den Stress zu reduzieren. Aigner betonte, wie wichtig Geduld und Zeit in der Pflege sind – Eigenschaften, die nicht immer leicht zu erlernen sind, aber für die Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenslagen unerlässlich sind.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Veranstaltung an der GuKPS Neunkirchen war nicht nur lehrreich, sondern auch eine eindrucksvolle Erinnerung daran, wie wertvoll der Austausch zwischen Sport und Pflege sein kann. Die Auszubildenden gingen nicht nur mit neuem Wissen, sondern auch mit einem tiefen Respekt für die Herausforderungen, die Menschen mit Beeinträchtigungen täglich meistern müssen, nach Hause. Ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten!

Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 neu entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.