Heute ist der 19.05.2026 und in Neunkirchen brodelt es gewaltig. Die Grünen in der Stadt haben die Alarmglocken läuten lassen und fordern intensive Verhandlungen mit den umliegenden Gemeinden. Johannes Benda, der Spitzenkandidat der Grünen für die Gemeinderatswahl, ist sich sicher: „Auf eine Lösung durch die Bundespolitik kann nicht gewartet werden.“ Die Situation ist ernst und das Hallenbad steht auf der Kippe. Es darf einfach nicht eingespart werden, da es eine zentrale Rolle für die Gemeinschaft spielt. Ein Rückzug ist keine Option!
Die Forderungen von Benda sind klar: Er kritisiert die Bemühungen des Bürgermeisters Peter Teix (ÖVP) um Unterstützung beim Bildungsminister oder im Parlament als „aussichtslos“. Stattdessen muss Teix mit anderen Gemeinden über eine Kostenbeteiligung für das defizitäre Hallenbad verhandeln. Schließlich trägt Neunkirchen seit fast 50 Jahren die Kosten allein. Angesichts explodierender Energiekosten und strenger Budgetvorgaben wird die Lage immer prekärer.
Eine gemeinsame Lösung ist gefragt
Der jährliche finanzielle Abgang des Hallenbads belastet den städtischen Haushalt massiv. Benda warnt, dass die Stadt diese Bürde nicht mehr alleine schultern kann. „Ein Großteil der Badegäste kommt aus dem gesamten Bezirk, nicht nur aus Neunkirchen“, stellt er fest. Eine regionale Finanzierungslösung wird als logischer Ausweg angesehen. Die Grünen fordern eine interkommunale Zusammenarbeit, da die Umlandgemeinden von der Infrastruktur profitieren, ohne die Kosten zu tragen. Politische Beobachter glauben jedoch, dass ein „nettes Bitten“ nicht ausreicht, um die anderen Gemeinden zur Kasse zu bitten.
Die Dringlichkeit ist spürbar: Die staatliche Budgetaufsicht könnte die Stadt zur Sanierung des Defizits zwingen, wenn nicht schnell gehandelt wird. Benda fordert, dass die Verhandlungen zügig nach der Bildung der neuen Stadtregierung beginnen. Als mögliche Maßnahme schlägt er vor, den vergünstigten Eintritt für Schulklassen von einer Kooperation der Gemeinden mit Neunkirchen abhängig zu machen. Diese Lösungen könnten sowohl notwendig als auch fair sein, angesichts der finanziellen Belastung durch den Betrieb des Hallenbads.
Der Druck steigt
Politische Beobachter sind sich einig: Scheitern die Verhandlungen, steht das Hallenbad vor dem Aus. „Die kommenden Monate sind entscheidend“, so Benda. Bürgermeister Teix wird erwartet, zeitnah erste Eckpunkte für ein Finanzierungsmodell zu präsentieren. Und das Bad hat eine soziale Funktion, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Es ist zentral für die Schwimmausbildung, den Sportunterricht und als Trainingsstätte für lokale Vereine. Eine Schließung würde nicht nur die sportlichen Aktivitäten gefährden, sondern auch hohe Kosten für eine mögliche Wiedereröffnung mit sich bringen.
Die Grünen fordern einen nachhaltigen Rettungsplan, der ökologische Sanierung und soziale Gerechtigkeit vereint. Die Bevölkerung und die Vereine warten gespannt auf die nächsten Schritte. Es bleibt abzuwarten, ob ein gemeinsamer Schulterschluss gelingt, um das Hallenbad zu erhalten. Der Druck steigt, und die Zeit läuft. Die Bürger von Neunkirchen dürfen nicht auf die Folter gespannt werden, während wichtige Entscheidungen auf sich warten lassen. Die Frage bleibt, ob es der Stadt gelingt, die anderen Gemeinden zu überzeugen – mit einem schlüssigen Konzept und einer klaren Vision für die Zukunft.
Für weitere Informationen zu den Forderungen der Grünen und den aktuellen Entwicklungen lesen Sie bitte den vollständigen Artikel hier. Auch die neuesten Entwicklungen in Bezug auf den Rettungsplan für das Hallenbad finden Sie in unserem Artikel hier.