Heute ist der 4. Juni 2026 und in Neunkirchen gibt es eine spannende Veranstaltung, die sich Geschichtsinteressierte nicht entgehen lassen sollten. Am Sonntag, den 7. Juni um 15 Uhr, findet eine öffentliche Führung über den Neunkircher Hüttenweg statt. Die charmante Gästeführerin Jutta Schneider wird die Teilnehmer auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen, die tief in die Geschichte des Neunkircher Eisenwerks eintaucht. Wer sich fragt, was das genau ist: Es handelt sich um eine historische Stätte, die vor über 30 Jahren eröffnet wurde und einen faszinierenden Einblick in die Lebenswelt der Hüttenherren und Arbeiter bietet. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Der Treffpunkt für die Führung ist der Vorplatz der Stummschen Reithalle. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, was die Teilnahme für alle ganz unkompliziert macht. Die Kosten belaufen sich auf 6 Euro für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren, während Kinder freien Eintritt haben. Für die Erkundung des historischen Geländes wird festes Schuhwerk empfohlen – schließlich könnte der Weg etwas uneben sein!

Ein Blick in die Geschichte

Die Führungen über den Neunkircher Hüttenweg finden von März bis Oktober an verschiedenen Sonntagen statt und sind eine hervorragende Möglichkeit, mehr über die historische Stätten der Neunkircher Stahlproduktion zu erfahren. Die Teilnehmer können sogar das „Alte HüttenAreal“ besichtigen und – jetzt kommt’s – einen Hochofen besteigen. Von dort hat man einen grandiosen Blick über das gesamte Areal und die Innenstadt. Das ist doch mal ein Erlebnis, oder? Außerdem steht eine induktive Höranlage zur Verfügung, damit alle, ob mit Hörbeeinträchtigungen oder nicht, gut hören und verstehen können. Hier gibt’s mehr Details zu den Führungen.

Das Neunkircher Eisenwerk hat eine lange und bewegte Geschichte. Bereits im Jahr 1681 erhielt Graf Friedrich Ludwig die Grafschaft Ottweiler als Lehen unter französischer Souveränität. Einige Jahre später, 1683, wurde eine ruinöse Forge nahe Neunkirchen erwähnt. Die Aufzeichnungen aus dieser Zeit geben uns einen faszinierenden Einblick in die Organisation des Betriebs und die Menschen, die dort arbeiteten. Im Jahr 1686 waren 48 Arbeiter beschäftigt, darunter Schmelzermeister, Gießer und Hammerschmiede. Es ist spannend zu wissen, wie viel Arbeit und Engagement in der Stahlproduktion steckte und wie wichtig dieses Gewerbe für die Region war. Wenn man die Relikte auf dem Hüttenweg sieht, kann man sich lebhaft vorstellen, wie das Leben der Hüttenherren und Arbeiter damals war. Hier erfährt man mehr über die Geschichte des Neunkircher Eisenwerks.

Insgesamt ist die öffentliche Führung am Sonntag ein tolles Event für alle, die sich für Industriegeschichte interessieren oder einfach nur einen schönen Sonntagnachmittag verbringen möchten. Also, packt die Wanderschuhe ein und macht euch auf den Weg nach Neunkirchen! Wer weiß, welche interessanten Geschichten und Entdeckungen auf euch warten.

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