Goldener Igel für nachhaltige Gartenpflege im Bezirk Scheibbs
Im Bezirk Scheibbs gibt es Grund zur Freude! Jährlich verleiht die NÖ Umweltbewegung „Natur im Garten“ den „Goldenen Igel“ an besonders engagierte Schaugärten und Gemeinden, die sich für eine naturnahe und ökologische Gartenpflege einsetzen. Diese Auszeichnung ist mehr als nur ein hübsches Stück für die Wand – sie honoriert das konsequente Bemühen um nachhaltige Gartenpraktiken ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie Torf. In diesem Jahr durfte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Auszeichnungen an die stolzen Schaugärtnerinnen und Schaugärtner überreichen.
Insgesamt wurden vier Gärten im Bezirk Scheibbs ausgezeichnet. Das KräuterKraftWerk in Steinakirchen am Forst, der Schaugarten „Leuchtwurzler“ in Lunz am See, der Kräutergarten Kanlehen und die Erlebniswelt Mendlingtal in Göstling an der Ybbs sind die diesjährigen Gewinner. Diese Gärten mussten ihre Leistungen nicht nur dokumentieren, sondern auch eine umfassende Begutachtung über sich ergehen lassen, um sich der strengen Jury zu präsentieren. Wer mehr über diese beeindruckenden Gärten erfahren möchte, findet weitere Informationen auf naturimgarten.at.
Nachhaltigkeit in der Gartenpflege
Die Auszeichnung mit dem „Goldenen Igel“ ist ein Zeichen für die wachsende Bedeutung von ökologischer Gartenpflege. Jedes Jahr landen in deutschen Gärten hunderte Tonnen Pestizide, die nicht nur Schädlinge, sondern auch andere Lebewesen schädigen. Diese Chemikalien sickern ins Grundwasser, lagern sich auf Lebensmitteln ab und können sogar Gesundheitsrisiken wie Krebs oder Fruchtbarkeitsstörungen hervorrufen. Das klingt ziemlich alarmierend, oder? Hier kommt die gute Nachricht: Es gibt viele umweltfreundliche Alternativen, die die Gartenarbeit nicht nur sicherer, sondern auch effektiver gestalten können.
Ablenkungspflanzen wie Kapuzinerkresse sind ein cleverer Trick, um Kohlweißlinge von Kohl fernzuhalten. Ringelblumen wiederum halten Schnecken auf Abstand, und Lavendel kann sogar den Blattlausbefall bei Rosen reduzieren. Wer es noch natürlicher mag, kann kalte Asche gegen Blattläuse einsetzen oder einen Sud aus Brennnesseln gegen Pilzbefall und Schadinsekten brauen. Solche Methoden fördern nicht nur die Biodiversität im Garten, sondern sorgen auch für ein biologisches Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die Auszeichnungen im Bezirk Scheibbs sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Gartenkultur. Hier wird klar, dass man auch mit kleinen Maßnahmen Großes bewirken kann. Höhere Biodiversität sorgt dafür, dass natürliche Feinde für Schädlinge wie Schlupfwespen im Garten vorkommen, was die Notwendigkeit von chemischen Mitteln verringert. So wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch das eigene Stück Natur zu einem Ort des Wohlbefindens – für Mensch und Tier.
Die „Goldenen Igel“ sind nicht nur Auszeichnungen, sie sind ein Aufruf an alle Gartenliebhaber, sich für eine grünere Zukunft einzusetzen. Vielleicht inspiriert es auch den ein oder anderen, im eigenen Garten einmal neue Wege zu beschreiten und sich mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Und wer weiß, vielleicht wird der eigene Garten dann auch bald eine Auszeichnung wert sein!
