Heute, am 28. Mai 2026, werfen wir einen Blick auf einen ganz besonderen Tag für die NÖ Senioren der Ortsgruppe Asperhofen. Am 23. Mai besuchten sie das „Haus der Digitalisierung“ in Tulln. Diese Veranstaltung bot eine spannende Gelegenheit, um die digitale Welt besser kennenzulernen. Ein geführter Rundgang durch die Ausstellung „Ist digital die Lösung? – Innovationen für unsere Zukunft“ gab den Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, verschiedene digitale Entwicklungen hautnah zu erleben. Deren Neugier auf neue Technologien war förmlich greifbar!
Besonders das Thema Künstliche Intelligenz (KI) zog die Teilnehmenden in seinen Bann. Im Rahmen eines Workshops wurden sowohl die Chancen als auch die Risiken im Umgang mit KI erörtert. Hierbei zeigte sich, dass gerade die potenziell missbräuchliche oder kriminelle Nutzung von KI ein großes Interesse weckte. Obmann Leopold Ott, der die Gruppe begleitete, unterstrich die Relevanz, sich auch im Alter mit diesen Themen auseinanderzusetzen und aktuelle Informationen über die digitale Welt zu erhalten. Nach all dem Lernen und Diskutieren gab es zum Ausklang des Tages ein gemeinsames Mittagessen im Gasthaus Pree in Asperhofen. Dort wurden die Eindrücke bei einem guten Essen lebhaft ausgetauscht.
Bildung im Alter: Ein Schlüssel zur Teilhabe
Die Bedeutung von Bildung und digitalen Kompetenzen für ältere Menschen ist nicht zu unterschätzen. Sie sind entscheidend, um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Laut dem Bundesseniorenministerium wird genau hier angepackt: Projekte zur Förderung der digitalen Bildung für Senioren sind in vollem Gange. Eine der Initiativen, die ins Leben gerufen wurde, ist das ESF-Plus Förderprogramm „Bildung und Engagement ein Leben lang“ (BELL), das am 1. April 2025 gestartet ist. Dieses Programm richtet sich an Menschen ab 60 Jahren und hat sich zum Ziel gesetzt, Bildungs- und Engagementmöglichkeiten zu schaffen.
Ein weiteres spannendes Projekt ist der „DigitalPakt Alter“, der Chancen der Digitalisierung aufzeigt und Kommunen dabei unterstützt, Anlaufstellen für digitale Fragen älterer Menschen zu etablieren. Die Schulung von Ehren- und Hauptamtlichen spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit dem „Digitalen Engel“ wird das Angebot abgerundet: mobile Ratgeberteams vermitteln digitale Kompetenzen in ländlichen Regionen. Und das ist noch nicht alles! Das Internetportal Wissensdurstig bietet Praxistipps und Materialien für das Lernen im Alter.
Künstliche Intelligenz und der Austausch zwischen den Generationen
Das Projekt „Kompetenznetzwerk KI & Alter“ (KoKIA) ist ein weiterer Schritt, um ältere Menschen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu unterstützen. In diesem Rahmen wird Orientierung geboten und die Nutzung von KI in den Alltag der Senioren integriert. Auch generationenübergreifende Initiativen wie Digital-Patenschaften zwischen jungen Freiwilligen und älteren Menschen fördern den Austausch und helfen, Hemmungen abzubauen. Es ist einfach erstaunlich, wie viel Potenzial in solchen Programmen steckt!
Die Diskussionen und Workshops, wie sie die NÖ Senioren in Tulln erlebt haben, sind nicht nur lehrreich, sondern auch ein Zeichen dafür, dass das Interesse an digitaler Bildung und dem Umgang mit neuen Technologien in jedem Alter vorhanden ist. Hier wird deutlich, dass Digitalisierung nicht nur eine Frage des Alters, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe ist, die alle betrifft.
