Tulln war letzte Woche das kreative Epizentrum Europas, als etwa 30 junge Erwachsene aus sechs verschiedenen Ländern zusammenkamen. Diese erste Erasmus+ Jugendbegegnung in Tulln trug den Titel „SustArt: Sustainable Art for Mental Wellbeing“ und wurde von der Austrian Association for Cultural Relations, einem Jugendverein, der sich dem interkulturellen Austausch verschrieben hat, organisiert. Ziel des Projekts war es, Naturverbundenheit und mentale Gesundheit durch nachhaltige Kunst zu fördern und einen Rahmen für sprachlichen und kulturellen Austausch zu schaffen.
Die Workshops fanden im öffentlichen Raum statt und umfassten Achtsamkeitsübungen, sensorische Spaziergänge und Land Art. An der Donaulände wurden Rollenspiele durchgeführt und geführte Reflexionen zu Themen der Nachhaltigkeit angeboten. Eine Schnitzeljagd zwischen dem Stadtturm und dem Egon Schiele Museum sorgte für zusätzliche Abwechslung. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Kunstausstellung im Jungen Hotel Tulln am Freitag, bei der die Teilnehmenden an individuellen und kollaborativen Kunstwerken aus Haushaltsmüll arbeiteten. Diese Ausstellung bot die Möglichkeit zum Austausch über nachhaltige Kunst und mentale Gesundheit, und verkörperte damit die Grundprinzipien des Projekts.
Erasmus+ und seine Möglichkeiten
Das Erasmus+ Programm fördert die Teilnahme junger Menschen bis 30 Jahre und übernimmt die Reisekosten, was es zu einer barrierefreien Möglichkeit macht, internationale Erfahrungen zu sammeln. Im Rahmen des Programms können Jugendliche zwischen 5 und 21 Tagen in einem Austausch verbringen, wobei die Reisetage nicht eingerechnet werden. Die Aktivitäten, die im Rahmen solcher Austauschprojekte angeboten werden, umfassen Workshops, Debatten, interkulturelle Abende sowie sportliche und künstlerische Betätigungen.
Die Teilnahmebedingungen sind klar definiert: Projekte müssen von Jugendorganisationen oder informellen Gruppen junger Menschen, die zwischen 13 und 30 Jahre alt sind, organisiert werden. Einzelbewerbungen sind nicht möglich. Ein Austausch kann zwischen 16 und 60 Teilnehmern umfassen und wird durch Zuschüsse für Reisekosten sowie organisatorische und aktivitätsbezogene Kosten finanziell unterstützt. Die Unterstützung durch die Nationalagentur für Erasmus+ steht den Teilnehmern ebenfalls zur Verfügung.
Ein Blick in die Zukunft
Das Engagement für Nachhaltigkeit und mentale Gesundheit, das in Tulln sichtbar wurde, ist ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion. Der Austausch von Ideen und kreativen Ansätzen durch solche Projekte zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen in den Dialog einzubeziehen. Die Lernerfahrungen, die im Jugendpass bescheinigt werden, legen den Grundstein für eine generationenübergreifende Wertevermittlung und ein stärkeres Bewusstsein für gesellschaftliche Verhältnisse und kulturelle Unterschiede.
Für weitere Informationen über Erasmus+ und die Möglichkeiten für internationale Jugendaustauschprogramme, besuchen Sie bitte die offizielle Seite der Europäischen Union zu diesem Thema unter Erasmus+ Jugendbegegnungen.
Für alle Interessierten ist es ein guter Zeitpunkt, sich über künftige Projekte und Austauschmöglichkeiten zu informieren, um von den vielen positiven Effekten solcher Begegnungen zu profitieren.
Für weitere Details zur Veranstaltung in Tulln können Sie den Artikel auf MeinBezirk nachlesen.