Am 11. Juli 2026 hat Österreich im aktuellen „European Innovation Scoreboard“ den achten Platz belegt. Ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass wir von der einstigen Spitze weiter abgerutscht sind. Österreich erreicht nun 113 Prozent des EU-Durchschnitts, was eine Verbesserung um 8,9 Prozentpunkte seit 2019 bedeutet. Trotzdem, wenn man sich die Liste der führenden Innovationsnationen anschaut, wird schnell klar, dass wir noch viel zu tun haben. Schweden, Dänemark und die Niederlande stehen ganz oben, gefolgt von Finnland, Belgien, Irland und Luxemburg. Interessanterweise liegt Österreich nur knapp vor Deutschland, Frankreich und Estland, während die Schweiz die unangefochtene Nummer eins in Europa bleibt.

Die Zahlen sind eindrucksvoll, aber sie verraten nicht die ganzen Herausforderungen, vor denen wir stehen. Trotz hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung sind wir im Bereich Digitalisierung im Hintertreffen. Die Breitbandversorgung bleibt unter dem EU-Durchschnitt und es gibt einen spürbaren Nachholbedarf bei der Finanzierung und Gründung von Start-ups. Das ist besonders besorgniserregend, denn der Rückgang bei kleinen und mittleren Unternehmen, die an Innovationsprojekten teilnehmen, sollte uns zu denken geben.

Stärken und Schwächen im Innovationsbereich

Positive Aspekte sind die internationale Vernetzung und die hohe Attraktivität unseres Forschungssystems. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wird allgemein als gut bewertet – das ist sicher ein Lichtblick! Patente sowie Anmeldungen im Bereich Marken und Design zeigen, dass wir innovative Ideen haben. Dennoch ist es entscheidend, dass wir diese Ideen auch umsetzen und auf den Markt bringen.

Im EU-Innovationsranking hat Österreich in diesem Jahr 4 Punkte verloren und steht nun bei 114 Punkten. Im Vorjahr war es noch der sechste Platz. Das lässt aufhorchen! Laut der EU-Innovationskommissarin Ekaterina Sachariewa ist es wichtig, die bestehenden Lücken zwischen den verschiedenen Teilen Europas zu schließen. Österreich gehört weiterhin zur Gruppe der „starken Innovatoren“, was uns einen gewissen Rückhalt gibt.

Ein Blick auf die gesamte EU

Wenn man sich die gesamte EU anschaut, sieht man, dass die Innovationsleistung stetig wächst. Seit 2019 hat sich die Innovationsleistung um 11,6 Prozentpunkte verbessert. Das klingt erst einmal beeindruckend, aber die Fortschritte variieren stark zwischen den einzelnen Ländern. Schweden, Dänemark und die Niederlande führen als Innovation Leaders mit einer Leistung, die deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Das ist eine klare Ansage!

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Insgesamt zeigt sich, dass die Innovationslandschaft in Europa dynamisch ist, aber auch Herausforderungen birgt. Der EIS 2026 kategorisiert die Mitgliedstaaten in vier Gruppen, und während wir uns als starke Innovatoren behaupten können, bleibt viel zu tun, um mit den Spitzenreitern Schritt zu halten. Die Entwicklungen der kommenden Jahre werden entscheidend sein.

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