In Sieghartskirchen fand kürzlich eine wichtige Aktion statt, die sich an die Kleinsten unserer Gesellschaft richtete. Die Veranstaltung „Meine Busschule“ wurde von der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und dem KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) ins Leben gerufen. Und warum? Um die Sicherheit von Kindern beim Busfahren zu erhöhen. In Österreich wurden im Jahr 2024 alarmierende 44 Kinder bei der Fahrt mit dem Schulbus teils schwer verletzt. Das lässt einen schon nachdenklich werden. Häufige Gefahrenquellen, die es zu beachten gilt, sind das Ein- und Aussteigen, das Warten an der Haltestelle und das Überqueren der Fahrbahn vor oder hinter einem Bus. Daher ist es von großer Bedeutung, dass die Kinder für diese Herausforderungen sensibilisiert werden.
Die Veranstaltung an der Volksschule Sieghartskirchen hatte zum Ziel, den Kindern sichere Verhaltensweisen auf dem Weg zur Haltestelle, im Bereich der Haltestelle und während der Busfahrt beizubringen. Themen wie das Verhalten an der Haltestelle, das richtige Ein- und Aussteigen und der tote Winkel beim Ausscheren des Busses wurden intensiv behandelt. Präventionsexperte Bernd Toplak von der AUVA hebt hervor, wie wichtig es ist, die Kinder für die Herausforderungen der Schulbusnutzung zu sensibilisieren. Christian Kräutler, Verkehrsexperte des KFV, fügt hinzu, dass alle wesentlichen Gefahrenquellen in der Klasse vermittelt wurden. Anschauliche Demonstrationen mit einem Dummy beim Einschwenken und Bremsen des Busses sorgten dafür, dass die Inhalte auch wirklich bei den Kindern ankommen.
Sicherheitsmaßnahmen auf dem Schulweg
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Anzahl der Schulwegunfälle um rund 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Vorläufige Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigen, dass es 42.303 Unfälle auf Schulwegen gab. Diese Entwicklung verdeutlicht, wie wichtig Aufklärungsmaßnahmen sind. Neun von zehn Eltern empfinden den Schulweg zwar als sicher, doch rund ein Drittel berichtete in den letzten 12 Monaten von gefährlichen Situationen. Das ist ein Alarmzeichen!
Um die Sicherheit der Kinder auf ihren Schulwegen zu erhöhen, könnten Schulwegepläne ein nützliches Instrument sein. Doch leider wird dieses Potenzial oft nicht ausgeschöpft. Der DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Fasshauer betont die Bedeutung des selbstständigen Lernens auf dem Schulweg. Auch die Polizei und Organisationen wie der ADAC bieten Verkehrserziehungsprogramme an, die eine wichtige Rolle spielen. Diese Programme erreichen jährlich über 180.000 Kinder und sind darauf ausgelegt, von den Kleinsten bis zu den Größeren alle Altersklassen anzusprechen.
Gemeinsame Wege zur Sicherheit
Ein weiteres Konzept, das in diesem Zusammenhang erwähnt werden sollte, ist das Walking-Bus-Konzept. Hierbei gehen Kinder in organisierten Gruppen zur Schule und lernen gleichzeitig, wie sie sicher im Straßenverkehr unterwegs sind. Diese Initiative fördert nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Eigenständigkeit der Kinder. Unterstützung von Kommunen ist hier gefragt, um solche Programme zu organisieren und Treffpunkte zu schaffen. Rund 50.000 Schulweghelfer engagieren sich bundesweit, um Kinder an schwierigen Stellen zu begleiten und somit die Sicherheit zu erhöhen. In Bayern gab es seit über 60 Jahren an von Schulweghelfern gesicherten Übergängen keinen tödlichen Schulweg-Unfall. Das ist doch eine beeindruckende Bilanz!
All diese Maßnahmen sind wichtig, um Kinder auf ihren Wegen zur Schule zu schützen. Sicherheitstechnik wie helle Kleidung, Reflektoren und Sicherheitswesten, besonders bei Regen und Dunkelheit, sind ebenfalls von großer Bedeutung. Letztendlich sollte der Fokus darauf liegen, das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen und den Kindern die notwendigen Fähigkeiten zu vermitteln, um sicher und selbstbewusst zur Schule zu kommen.
Für weitere Informationen zu diesen Themen können Sie die vollständigen Berichte der AUVA und KFV sowie die aktuellen Studien der DGUV und weitere Ressourcen zur Schulwegsicherheit einsehen. Jeder kleine Schritt zählt, um unsere Kinder sicherer zu machen!
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