In einer kleinen Werkstatt in Langau, Bezirk Horn, NÖ, tut sich etwas Großes. Benedikt Prand-Stritzko, ein 27-jähriger Uhrmacher, hat im Jahr 2023 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und seine eigene Luxusmarke gegründet: „Aurelia“. Der Name ist nicht zufällig gewählt, er ehrt seine erste Tochter und verleiht der Marke eine ganz persönliche Note.

Prand-Stritzko ist nicht nur der Geschäftsführer, sondern auch Designer, Entwickler und Konstrukteur. Ein echtes Multitalent! Gemeinsam mit einem Team von sieben Personen produziert er Uhren, die in der Welt des Luxus nicht nur durch ihr Design, sondern auch durch die außergewöhnliche händische Arbeit bestechen. Im vergangenen Jahr wurden bereits 40 Uhren gefertigt, und für dieses Jahr stehen beeindruckende 150 Stück auf dem Plan. Das Ziel ist ambitioniert: die Produktion soll auf 300 Uhren pro Jahr gesteigert werden.

Die Uhren von Aurelia

Aktuell bietet Aurelia zwei Modelle an. Da wäre zum einen die 40,5 mm Edition 3, die für 5.900 Euro inklusive MwSt. zu haben ist, und zum anderen die 34 mm Edition 3s, die mit 6.600 Euro zu Buche schlägt. Die Preisspanne für die Uhren reicht von 5.000 bis 10.000 Euro, mit Plänen, in Zukunft komplexere Modelle ab mindestens 30.000 Euro anzubieten. Das Besondere an diesen Uhren? Der persönliche Kontakt zu den Kunden, der in der heutigen Zeit oft verloren geht. Prand-Stritzko legt großen Wert darauf, dass seine Kunden nicht nur Käufer sind, sondern Teil der Aurelia-Familie werden.

Die Hauptmärkte von Aurelia sind die USA, Singapur, Dubai und Hongkong, wo 95 bis 98 Prozent der Uhren exportiert werden. Prand-Stritzko plant außerdem ein gemeinsames Atelier für sein Team, um die Zusammenarbeit zu intensivieren und die Produktion weiter auszubauen. Dabei denkt er auch an die Entwicklung komplexerer Uhren, die das Angebot vervollständigen sollen.

Ein Blick auf die Uhrenindustrie

Die Uhrenindustrie ist ein hart umkämpftes Feld, insbesondere wenn man einen Blick auf die großen Namen wirft. Laut dem Report „State of the Industry – Swiss Watchmaking in 2022“ von Morgan Stanley dominieren Marken wie Rolex und Cartier den Markt. Rolex verkauft jährlich über 1 Million Uhren und erzielt einen Umsatz von über 8 Milliarden Schweizer Franken. Im Gegensatz dazu ist Aurelia noch ein kleines Licht in dieser riesigen Branche, aber der Unterschied in der Philosophie könnte der Schlüssel zum Erfolg sein.

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Der durchschnittliche Preis für eine Richard Mille-Uhr liegt bei stolzen 226.000 Schweizer Franken, während die Preise für die Uhren von Aurelia im Vergleich dazu in einem deutlich erschwinglicheren Rahmen liegen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Marke in einem Markt behaupten kann, in dem die großen Namen mit hohen Verkaufszahlen und Umsätzen aufwarten.

Die USA sind der wichtigste Markt für die Schweizer Uhrenindustrie, was auch für Aurelia von Bedeutung ist. Die Internationalität und die Exportquote zeigen, dass Prand-Stritzko mit seiner Marke auf dem richtigen Weg ist, auch wenn noch viel Arbeit vor ihm liegt. Doch mit einer klaren Vision und einem engagierten Team hat er bereits die ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht. Die Uhren von Aurelia könnten bald mehr als nur ein Geheimtipp sein – vielleicht wird die Marke sogar zum neuen Stern am Uhrenhimmel.

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