Am Muttertag, dem 10. Mai, wurde in Waidhofen an der Thaya ein ganz besonderer Holzbildstock eingeweiht. Dieser Bildstock, der früher von der Familie Todt, ehemaligen Kaffeehausbesitzern, gestiftet wurde, steht nun in der Nähe des Stadtteiches, auf dem Weg nach Brunn. Rund 100 Personen kamen zusammen, um der Einsegnung beizuwohnen und diesen historischen Moment zu feiern. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Familie Essbüchl aus Jasnitz, die sich sichtlich Mühe gegeben hat, alles zu planen.

Die Maiandacht, die den feierlichen Rahmen bildete, wurde von Stadtpfarrer Josef Rennhofer geleitet. Er sprach nicht nur über den Bildstock, sondern vermittelte auch die Bedeutung solcher Andachtsstätten, die oft an markanten Stellen in der Landschaft stehen und dazu einladen, innezuhalten und nachzudenken. Interessant ist, dass der Bildstock durch Spendengelder aus der Bevölkerung finanziert wurde, was einmal mehr zeigt, wie wichtig den Menschen in dieser Region ihr kulturelles Erbe ist.

Ein Blick in die Geschichte

Bernard Mahringer, der Initiator des Projekts, informierte die Gäste über die geschichtlichen Hintergründe der Renovierung sowie über die Hausforschung des ehemaligen Kaffeehauses Todt. Besonders spannend war der Hinweis auf das geplante Event „Lange Nacht der Keller“, das am 19. September 2026 in Waidhofen stattfinden soll. Solche Veranstaltungen bereichern das kulturelle Leben der Stadt und bringen die Menschen zusammen.

Der Abschluss der Feierlichkeiten fand mit einer Agape am Platz neben dem Bildstock statt. Es gab sicherlich viele herzliche Gespräche und ein reges Miteinander. Die Atmosphäre war von einer besonderen Gemeinsamkeit geprägt – man spürte die Verbundenheit zur Geschichte und Kultur der Region.

Die Bedeutung von Bildstöcken

Doch was macht einen Bildstock wirklich aus? Diese kleinen Andachtsstätten, sei es aus Holz oder Stein, sind mehr als nur hübsche Objekte in der Landschaft. Sie laden zur Dankbarkeit ein, sind Orte für Gebete und Bitten um Segen oder Schutz. Oft stehen sie an Prozessions- und Wallfahrtswegen, aber auch an Alltagswegen, wo sie als stille Zeugen der Zeit fungieren.

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Ein Beispiel, das mir in den Sinn kommt, ist ein meisterhaft gearbeiteter Bildstock nahe Neuhofs, der einst als Wegweiser zu einem Kloster diente. Leider droht er nun, in das Gehölz einzuwachsen und wird kaum noch wahrgenommen. Solche Schicksale sind nicht selten und lassen uns darüber nachdenken, wie wichtig es ist, unsere kulturellen Schätze zu pflegen und am Leben zu halten.

Insgesamt zeigt die Einweihung des renovierten Bildstocks der Familie Todt, dass das Bewusstsein für die eigene Geschichte und Kultur in Waidhofen an der Thaya lebendig ist. Es sind diese Momente, die uns verbinden und das Gefühl der Gemeinschaft stärken. Die Menschen hier wissen, woher sie kommen und feiern dies gemeinsam.

Für weitere Informationen über Bildstöcke und deren Bedeutung in der Kulturgeschichte, kann die Webseite des Albvereins besucht werden. Dort gibt es interessante Einblicke in die Vielfalt und Geschichte dieser oft übersehenen Monumente.