Am 16. Mai 2026 fand in Wiener Neustadt der Frühjahrshauptrapport der Freiwilligen Feuerwehr statt. Dieses Jahr musste die Veranstaltung mangels besserer Wetterbedingungen in der Fahrzeughalle der Feuerwehr abgehalten werden, statt wie gewohnt auf dem Hauptplatz. Trotzdem war die Stimmung großartig! Die Eröffnung wurde mit dem feierlichen Einmarsch des Ehrenzuges der Feuerwehr eingeleitet, während die Eisenbahner-Feuerwehrmusik Flugrad für die musikalische Umrahmung sorgte. Ehrengäste wie Bürgermeister Klaus Schneeberger, Stadtrat Franz Piribauer und Bezirksfeuerwehrkommandant Karl-Heinz Greiner waren ebenfalls anwesend.

Die Feuerwehr Wiener Neustadt hat im Jahr 2025 insgesamt 1.500 Einsätze verzeichnet, darunter 445 Brandereignisse. Das sind im Durchschnitt vier bis fünf Einsätze pro Tag! Feuerwehrkommandant Christian Pfeiffer sprach über die Bedeutung einer leistungsfähigen Feuerwehr und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Trotz der wachsenden Stadtbevölkerung, die jährlich um etwa 750 Menschen zunimmt, bleibt die Zahl der Feuerwehrmitglieder konstant. Bürgermeister Schneeberger betonte in seiner Rede die Wichtigkeit des Ehrenamtes und der Sicherheit in dieser dynamischen Stadt.

Ehrungen und Auszeichnungen

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung waren die Angelobungen, Beförderungen und Ehrungen, die die Leistungen der Feuerwehrmitglieder würdigten. Neu in den Aktivdienst traten unter anderem JFM Florian Spitzer, JFM Simon Michalitz und Thomas Schmidt. Zudem wurden mehrere Mitglieder befördert, darunter PFM Mario Parzer und PFM Freya Ragnar. Auch die Verdienstmedaille 3. Klasse wurde an BI Florian Kandelsdorfer verliehen, während das Katastrophenverdienstzeichen für den Auslandseinsatz in Montenegro 2025 an LM Manuel Eckenfellner ging. Es gab sogar eine Katastropheneinsatzmedaille für Hochwassereinsätze 2024, die an mehrere Feuerwehrmitglieder verliehen wurde.

Die Bedeutung des Ehrenamtes wird nicht nur in Wiener Neustadt, sondern auch in ganz Europa immer klarer. In Deutschland engagieren sich über 1,76 Millionen Ehrenamtliche im Zivil- und Katastrophenschutz. Die Herausforderungen sind jedoch enorm. Laut einer Studie des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) haben nur knapp ein Drittel der operativ tätigen Organisationen ausreichend Mitglieder, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Der Klimawandel führt zu häufigeren Extremwettereignissen und erhöht den Bedarf an ehrenamtlichen Einsatzkräften.

Der Blick über die Grenzen

Die Abhängigkeit von Ehrenamtlichen ist in Deutschland besonders hoch: Die Feuerwehr wird zu 94 Prozent von Freiwilligen getragen, während das Technische Hilfswerk (THW) fast vollständig aus freiwilligen Einsatzkräften besteht. Auch in Österreich zeigt sich, dass die Herausforderungen im Bevölkerungsschutz wachsen. Die jüngsten wetter- und klimabedingten Katastrophen verdeutlichen dies – die Zahl solcher Ereignisse hat sich seit den 1970er Jahren verfünffacht. In dieser Situation ist es entscheidend, neue freiwillig Engagierte zu gewinnen und langfristig zu binden.

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Die Veranstaltung in Wiener Neustadt hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig das Ehrenamt für die Gesellschaft ist. Bei der Feuerwehr können die Menschen nicht nur helfen, sondern auch ihren Teil zur Sicherheit der Stadt beitragen. Es bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft genügend Menschen bereit sind, sich diesem wichtigen Dienst zu widmen. Denn nur gemeinsam kann man den Herausforderungen der Zeit begegnen.