Heute ist der 4. Juli 2026 und die Aufregung in Österreich ist groß! Am 3. Juli nahmen insgesamt 13.248 Kandidat:innen am medizini­schen Aufnahmetest, dem MedAT, teil. Das Ziel? Ein begehrter Studienplatz in der Humanmedizin oder Zahnmedizin. Ursprünglich hatten sich sogar 16.880 Personen angemeldet – das zeigt, wie stark das Interesse an medizinischen Berufen nach wie vor ist. An verschiedenen Standorten im Land wurden die Prüfungen abgehalten, darunter die Messe Wien für die MedUni Wien, die Stadthalle Graz für die Med Uni Graz, die Messe Wels für die JKU Linz und die Messe Innsbruck für die MedUni Innsbruck.

Die Teilnahmezahlen sprechen Bände: 6.573 Teilnehmer:innen an der MedUni Wien, 2.630 an der MedUni Innsbruck, 2.321 an der Med Uni Graz und 1.724 an der JKU Linz. Ein Wettlauf um die besten Plätze. Für das kommende Studienjahr 2026/27 stehen insgesamt 1.950 Studienplätze zur Verfügung, 50 mehr als im Vorjahr. Davon sind 784 an der MedUni Wien, 430 an der MedUni Innsbruck, 406 an der MedUni Graz und 330 an der JKU Linz (nur für Humanmedizin) reserviert. Das bedeutet, dass ein gewisser Druck auf den Schultern der Bewerber:innen lastet.

Die Teststruktur und die Quotenregelung

Der MedAT für Humanmedizin (MedAT-H) ist ein echter Prüfstein und besteht aus mehreren Abschnitten. Zunächst wird das Vorwissen in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik getestet. Danach folgt ein Abschnitt zur Lesekompetenz, gefolgt von einem Teil, der die kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kandidat:innen auf die Probe stellt. Hier müssen sie unter anderem Figuren zusammensetzen und Gedächtnisleistungen abrufen. Für Zahnmedizin ist der Test größtenteils identisch, nur dass der Textverständnistest durch manuelle Fertigkeiten ersetzt wird – Drahtbiegen und Formen spiegeln stehen hier auf dem Plan.

Aber nicht nur die Testergebnisse zählen, auch die Herkunft spielt eine entscheidende Rolle. Es gibt eine Quotenregelung für die Verteilung der begrenzten Studienplätze. So sind 75 % der Plätze für AT-Bewerber:innen, also für Personen mit einem Matura-Abschluss aus Österreich, reserviert. EU-Bürger:innen dürfen sich um bis zu 20 % der Plätze bewerben, während Nicht-EU-Bürger:innen maximal 5 % der Plätze in Anspruch nehmen können. Ziel dieser Regelung ist die langfristige Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Österreich. Die MedUni Wien sieht die aktuelle Regelung als ausreichend an, obwohl gelegentlich über eine Erhöhung der Quoten für AT-Bewerber:innen diskutiert wird.

Herausforderungen und Perspektiven

Ein weiteres Thema, das im Zusammenhang mit den Studienplätzen diskutiert wird, ist die Abwanderung von Absolvent:innen. Lange Wartezeiten in der postgradualen Ausbildung und Einschränkungen in der Facharztausbildung führen dazu, dass viele junge Mediziner:innen das Land verlassen. Die MedUni Wien betont, dass es nicht nur um die Anzahl der Absolvent:innen geht, sondern auch darum, ob sie nach ihrer Ausbildung in Österreich bleiben. Ein wahres Dilemma für das Gesundheitssystem.

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Für die 87 Humanmedizinplätze, die für Aufgaben im öffentlichen Interesse reserviert sind, müssen Bewerber:innen sich verpflichten, diese Aufgaben zu erfüllen. Sie müssen an der regulären Anmeldung teilnehmen und zeigen, dass sie bereit sind, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

So ist der MedAT nicht nur ein Test des Wissens und der Fähigkeiten, sondern auch ein Schlüssel zu einer vielversprechenden Karriere in der Medizin. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Bewerber:innen schlagen und welche neuen Mediziner:innen in den kommenden Jahren in Österreich praktizieren werden. Wer weiß, vielleicht sitzt der nächste große Arzt oder die nächste große Ärztin bald in einer Klinik in Wiener Neustadt!

Für weitere Informationen über den MedAT und die Studienplätze in Österreich, schauen Sie gerne auf Regionews oder MedAT-Vorbereitung.

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