Am 20. Mai 2026 war es wieder soweit: Das 9. Wiedersehen der Wiener Neustädter Judo Oldies stand auf dem Programm. Ein Treffen, das nicht nur Erinnerungen weckte, sondern auch die Verbundenheit zur Sportart Judo demonstrierte. Im Turnsaal des Poliziesportvereines der Bundespolizeidirektion in der Grazerstraße 2 versammelten sich sieben Judoka, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und den jungen Sportlern zuzusehen.
Unter den Teilnehmern war der älteste Judoka, der stolze 85 Jahre alt ist! Diese Oldies hatten die Möglichkeit, die Trainingseinheiten der Kinder und Jugendlichen zu beobachten, die unter den geschulten Augen der Trainer Robert Hatzl und Bernd Peter stattfanden. Aufwärmen, Roll- und Fallübungen standen auf dem Programm – alles zur Verletzungsprävention, ganz klar. Und das Beste? Judo-Techniken wurden nicht nur theoretisch erklärt, sondern auch in Übungskämpfen, den sogenannten Randoris, angewendet.
Ein Spiel um Werte
Besonders schön war ein Spiel, das dazu diente, Judo-Werte wie Freundschaft, Mut, Wertschätzung und Ehrlichkeit zu vertiefen. Diese Werte sind nicht nur Teil des Trainings, sondern prägen auch das Miteinander der Judoka. Die Judo-Jugend trainiert übrigens wöchentlich mit den engagierten Trainern Robert Hatzl, Franz Winter und Bernd Peter, sodass der Nachwuchs stets auf dem neuesten Stand der Judo-Techniken bleibt.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Demonstration von GrpInsp Ulf Reumann, der polizeiliche Festhaltegriffe und Verteidigungsstellungen vorführte. Das sorgte nicht nur für Staunen, sondern auch für ein wenig Nervenkitzel unter den Zuschauern. Nach dem intensiven Training klang der Tag dann in geselliger Runde im Café Nuovo aus. Hier wurden nicht nur alte Geschichten erzählt, sondern auch Ernst Holzhammer, ein aktiver Judoka und Trainer, verabschiedet. Die Judo Oldies richteten zudem eine Dankadresse an den PSV, die Trainer und die Eltern für deren Unterstützung – ein schöner Abschluss eines bewegten Tages.
Judo für alle Altersgruppen
Das Judo-Training findet jeden Mittwoch von 17-18 Uhr im Turnsaal der Polizeidirektion Wiener Neustadt statt und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, und für alle, die sich zusätzlich für Selbstverteidigung interessieren, werden ebenfalls Kurse angeboten. Informationen dazu gibt es bei Wolfgang Grabenhofer.
Die Bedeutung von Sport in der älteren Generation ist nicht zu unterschätzen. In Deutschland ist jeder Vierte über 60 Jahre alt, und allein in Nordrhein-Westfalen leben über 3,5 Millionen Menschen in dieser Altersgruppe. Ein Programm wie “Bewegt ÄLTER werden” zeigt, wie wichtig es ist, Vitalität und Aktivität im Alter zu erhalten. Es fördert sportliche Betätigungen und gemeinschaftliches Miteinander – Aspekte, die auch die Judoka in Wiener Neustadt in ihrem Training erleben.
Judo selbst ist dabei eine hervorragende Wahl. Es fördert nicht nur Koordination, Kraft und Ausdauer, sondern ist auch für jedes Alter geeignet. Die Belastung kann individuell angepasst werden, und das Verletzungsrisiko ist für ältere Judoka gering. Das macht Judo zu einer idealen Sportart, um auch im Alter fit zu bleiben und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
