Heute ist der 3.05.2026 und in Zwettl hat sich etwas ganz Besonderes ereignet. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat das Restaurant Kolm in Arbesbach besucht. Dieser Familienbetrieb, der erst Anfang 2022 baulich und konzeptionell umgestaltet wurde, hat sich mittlerweile als wahres Juwel in der ländlichen Gastronomie etabliert. Während ihres Rundgangs sprach Mikl-Leitner mit Küchenchef Michael Kolm und seinem Team über die Herausforderungen, die die Gastronomie heutzutage zu meistern hat. Auch die Chancen, die durch touristische Angebote entstehen können, standen auf der Tagesordnung. So bezeichnete sie das Restaurant Kolm als ein Beispiel für Wertschöpfung im ländlichen Raum und nachhaltige regionale Entwicklung.
Das Restaurant, Mitglied der Wirtshauskultur Niederösterreich und der Jeunes Restaurateurs (JRE), begeistert seine Gäste mit einer Kombination aus heimatverbundener Küche und internationalen Einflüssen. Unter dem Motto „Waldviertel gewürzt mit Welt“ schafft es Kolm, kulinarische Traditionen mit modernen Akzenten zu verbinden. Die Auszeichnungen sprechen für sich: drei Hauben im Gault Millau und eine Empfehlung im Guide Michelin sind nur einige der Lorbeeren, die der Betrieb erhalten hat.
Neue Perspektiven mit den roo’n-Lodges
Ein weiterer Schritt in die Zukunft wurde 2024 mit der Einführung der roo’n-Lodges vollzogen. Diese naturnahen Unterkünfte bieten den Gästen die Möglichkeit, nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten des Restaurants zu genießen, sondern auch die Schönheit der Umgebung hautnah zu erleben. Die Lodges sind Teil der Kategorie Pure Stays von Niederösterreich Selected Stays und tragen zur Attraktivität des gesamten Gebiets bei. Vor dem Restaurant erstreckt sich ein hochgelegener Weingarten auf 950 Metern Seehöhe, der nicht nur einen atemberaubenden Ausblick bietet, sondern auch die Möglichkeit, bei der Weinverkostung die regionalen Produkte kennenzulernen.
Die Lage des Restaurants in der Nähe des Bärenwalds Arbesbach, einem beliebten Ausflugsziel in Niederösterreich, macht es zu einem idealen Anlaufpunkt für Tages- und Nächtigungsgäste. Mikl-Leitner bemerkte auch die Bedeutung des Restaurants für das gesellschaftliche Leben in der Region. Die Disco „Cinderella“, die von der Familie Kolm betrieben wird, fungiert als zentraler Treffpunkt für die Jugend und belebt das soziale Miteinander.
Engagement für die Region
Es ist unübersehbar, wie wichtig solche Initiativen für ländliche Regionen sind. Ähnlich engagiert sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durch zahlreiche Projekte zur Förderung ländlicher Räume. Dazu gehört das Programm „Digital.Vernetzt – Frauen im Ehrenamt stärken“, das darauf abzielt, die ehrenamtliche Arbeit von Frauenvereinen zu unterstützen. Solche Programme sind entscheidend, um das Engagement in ländlichen Gebieten aufrechtzuerhalten und die Gemeinschaft zu stärken, besonders in Zeiten wie der Corona-Pandemie.
Das BMEL fördert zahlreiche weitere Projekte, die darauf abzielen, die Lebensqualität in ländlichen Gebieten zu steigern. Von der Digitalisierung der Vereinsarbeit bis hin zur Wiederbelebung denkmalgeschützter Gebäude – das Engagement ist vielfältig. Im Landkreis Sigmaringen beispielsweise wird das Projekt „Jugend-Kultur-Engagement“ durchgeführt, um die Jugendlichen aktiv in die Gemeindeentwicklung einzubeziehen. Diese Art von Initiativen ist nicht nur wichtig für die wirtschaftliche Stabilität, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt in den Dörfern.
So zeigt der Besuch von Mikl-Leitner im Restaurant Kolm, wie wichtig die Vernetzung und Zusammenarbeit von Gastronomie, Tourismus und lokalen Initiativen ist, um die ländlichen Regionen in Österreich lebendig zu halten und weiterzuentwickeln. Die Synergien, die durch solche Begegnungen entstehen, sind auf vielen Ebenen wertvoll und tragen dazu bei, dass die Kultur und Identität der Region bewahrt bleibt.