Heute, am 15. Mai 2026, werfen wir einen Blick auf das Mobile Hospizteam im Bezirk Braunau. Seit zwei Jahrzehnten engagieren sich ehrenamtliche Mitarbeiter in dieser wichtigen Arbeit. Was mit den einfachen Aufgaben wie dem Anreichen von Essen und Trinken begann, hat sich stark gewandelt. In den Anfangsjahren waren die Ehrenamtlichen oft in Pflegeheimen aktiv, wo sie pflegerische Hilfen leisteten. Doch die Zeiten ändern sich, und so auch die Rahmenbedingungen für die Hospizarbeit. Heute ist es den Freiwilligen rechtlich nicht mehr erlaubt, pflegerische Tätigkeiten auszuführen. Der Fokus hat sich auf die zwischenmenschlichen Beziehungen verschoben. Es geht nicht mehr nur um die körperliche Unterstützung, sondern vor allem um das Zuhören, das Gespräch und die emotionale Unterstützung.

Die Mitarbeiter des Mobilen Hospizteams verbringen viel Zeit mit Klienten und deren Angehörigen. Sie erfahren von Konflikten in Familien und versuchen, in schwierigen Zeiten eine Stütze zu sein. Es ist eine Herausforderung, denn die Arbeit mit dem Tod erfordert eine stabile Persönlichkeit und gute Strategien zur emotionalen Abgrenzung. Eine Mitarbeiterin berichtet, dass sie nach einer Begleitung sofort abschaltet – eine Art Selbstschutz, um die eigene emotionale Gesundheit zu wahren. Denn Hospizarbeit bedeutet vor allem, Zeit zu schenken und in einem sensiblen Moment da zu sein.

Vielfältige Aufgaben und Engagement

Ehrenamtliche Mitarbeitende sind ein ganz wesentliches Merkmal der Hospizarbeit. Ihr Engagement ist facettenreich und reicht von der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen bis hin zur psychosozialen Betreuung der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Sie spenden Zeit, hören zu und gehen auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen ein. Aber das ist nicht alles. Ehrenamtliche übernehmen auch Aufgaben in Vorständen, politischen Gremien, bei Informationsveranstaltungen und in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie sind oft die treibende Kraft hinter der Organisation von Vorbereitungskursen und Koordinationsaufgaben. Ihr Beitrag ist unverzichtbar und trägt dazu bei, den Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen in der Gesellschaft zu verändern.

Ein weiterer Punkt, der nicht zu kurz kommen sollte: Ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen sind nicht nur in ambulanten Hospizdiensten aktiv, sondern auch in stationären Hospizen, Pflegeheimen, Krankenhäusern und sogar in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. In diesen unterschiedlichen Kontexten bringen sie ihre Erfahrungen und ihr Mitgefühl ein, um den Betroffenen und ihren Familien in der letzten Lebensphase beizustehen.

Die Hospizarbeit in Braunau zeigt, wie wichtig es ist, dass wir als Gesellschaft die Herausforderungen des Lebens und des Sterbens annehmen. Es ist eine Aufgabe, die uns alle betrifft – und die durch das Engagement der Ehrenamtlichen eine menschliche Note erhält.

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