Am 23. Mai 2026 fand in Grieskirchen der FPÖ-Bezirkstag statt, bei dem sich Klubobmann Thomas Dim und eine Delegation der Partei mit regionalen Leitbetrieben austauschten. Ziel des Treffens war es, über die Herausforderungen der regionalen Wirtschaft und des Ehrenamts zu diskutieren. Unter den Teilnehmern waren auch Bezirksparteiobmann Wolfgang Klinger, die Zweite Landtagspräsidentin Sabine Binder und Vizebürgermeister Franz Pointinger. Ein abwechslungsreiches Besichtigungsprogramm führte die Delegation durch einige der Vorzeigeunternehmen der Region.
Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, das Hof- und Stallzentrum in Grieskirchen, den neuen Standort der Firma Fröling in Strizing und die Haberfellner Mühle, die der größte Mühlenstandort Österreichs ist, zu besuchen. Besonders die Haberfellner Mühle beeindruckte mit ihrem Fokus auf Qualität und der Verarbeitung von ausschließlich heimischem Getreide. Solche Betriebe sind das Rückgrat der Regionalwirtschaft und tragen entscheidend zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Auch der Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Grieskirchen, wo Kommandant Erwin Hangl über den neu errichteten Spielplatz für die „Löschzwerge“ berichtete, hob das Engagement in der Jugendarbeit hervor.
Herausforderungen der Wirtschaft
Die Hauptprobleme, die die Unternehmen in der Region belasten, sind laut den Anwesenden die hohen Energiepreise und die „ausufernden bürokratischen Anforderungen“. Wolfgang Klinger zeigte sich erfreut über die Innovationskraft der Leitbetriebe, während Thomas Dim die politische Verantwortung betonte, die Rahmenbedingungen für die Betriebe zu gestalten. Ein alarmierender Aspekt ist, dass Bürokratie in Österreich jährlich Kosten von 21,1 Milliarden Euro verursacht – das sind im Schnitt 669 Euro pro Sekunde! Hinzu kommt, dass Unternehmen jährlich 320 Millionen Arbeitsstunden für bürokratische Aufgaben aufwenden, was fast 200.000 Arbeitskräfte entspricht, die nicht für produktive Wertschöpfung genutzt werden können. Kleine Betriebe stehen dabei besonders unter Druck.
Ein starkes Indiz für die Belastung ist eine Umfrage des Market-Instituts, die ergab, dass 86% der Betriebe Bürokratie als belastend empfinden. Die größte Last tragen die kleinen und mittleren Unternehmen, von denen in Österreich 99,7% die Unternehmenslandschaft prägen. Die größten Kostenfaktoren sind Buchhaltung und Jahresabschluss, Steuern und Abgaben sowie Lohnverrechnung und Sozialversicherung. Über die Hälfte der Bürokratiekosten entfallen auf diese Bereiche und schaden der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
Der Weg in die Zukunft
Die FPÖ-Spitze kündigte an, dass der Bürokratieabbau eine Top-Priorität für Unternehmen sei. Die Einsparungspotenziale werden auf 5 bis 10% geschätzt, was Milliardenentlastungen für die Betriebe bedeuten würde. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich zu stärken, sind weitere Schritte notwendig. Es gilt, effizientere, digitale und praxistaugliche Lösungen zu finden. Auf wko.at/buerokratie-kostet werden konkrete Beispiele und ein Bürokratie-Kostenzähler bereitgestellt, um die Unternehmen bei der Reduktion dieser Lasten zu unterstützen.
Die Gespräche und Besuche während des Bezirkstags in Grieskirchen verdeutlichten die Notwendigkeit des Dialogs zwischen Politik und Wirtschaft. Nur durch einen kontinuierlichen Austausch können Lösungen gefunden werden, die die regionalen Betriebe stärken und die Herausforderungen der Gegenwart meistern.