Heute, am 12. Mai 2026, wird im Bezirk Eferding ein reger Austausch zwischen Politik und Wirtschaft sichtbar. Die OÖVP-Klubobfrau Margit Angerlehner und die Bezirksparteiobfrau Astrid Zehetmair haben sich auf den Weg gemacht, um die lokale Wirtschaft hautnah zu erleben. Gespräche mit Unternehmern und Einblicke in regionale Betriebe standen dabei ganz oben auf der Agenda. Besonders interessant war der Business-Brunch im Café Scheuer in Haibach ob der Donau, wo es um die drängenden Themen Lehrlinge und Fachkräfte ging.
Zehetmair betonte in ihren Ausführungen die bemerkenswerte Tatkraft und den Innovationsgeist, die im Bezirk Eferding spürbar sind. Die Herausforderungen in der Ausbildung wurden offen angesprochen. Immer wieder wurde diskutiert, wie man junge Menschen für die regionalen Betriebe begeistern kann. Angerlehner brachte es auf den Punkt: Investitionen in die Lehrlingsausbildung sind der Schlüssel zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Sicherung des Wohlstands in der Region. Das ist besonders wichtig, denn viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor der Herausforderung, Ausbildungsplätze zu besetzen, während sie gleichzeitig im Wettbewerb mit größeren Konzernen stehen.
Innovative Lösungsansätze für den Ausbildungsmarkt
Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich gewandelt. Laut aktuellen Berichten haben viele Betriebe Schwierigkeiten, die benötigten Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Unterschiede in der Nachfrage sind je nach Region und Branche stark ausgeprägt. Um dem entgegenzuwirken, gibt es Programme wie „Jobstarter plus“, das darauf abzielt, den Fachkräftenachwuchs zu sichern und die regionalen Ausbildungsstrukturen zu verbessern. Dieses Programm wurde 2014 ins Leben gerufen und hat bereits über 125 Millionen Euro in die Hand genommen, um KMU zu unterstützen.
Im Rahmen der Betriebsbesuche bei der Gerberei Artner, einer der letzten ihrer Art in Österreich, und der innovativen Firma Alterstorfer wurde deutlich, wie wichtig solche Initiativen sind. Die Gerberei wird 2027 an die nächste Generation übergeben – ein Schritt, der nicht nur Tradition bewahrt, sondern auch zeigt, dass die Region einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung und Entwicklung junger Talente leisten kann.
Der Austausch mit ehemaligen Funktionären
Ein weiteres Highlight war das Altfunktionärstreffen der ÖVP im Bezirk, bei dem sich zahlreiche ehemalige Kommunalpolitiker, darunter Walter Entholzer, wieder trafen. Solche Zusammenkünfte fördern den Austausch von Ideen und Erfahrungen, die für die Zukunft der Region von Bedeutung sein können. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie viel Engagement in der lokalen Politik steckt und wie wichtig der Kontakt zwischen alten und neuen Akteuren ist.
Die Herausforderungen in der Ausbildung und die Gewinnung junger Menschen für die Betriebe bleiben jedoch eine Daueraufgabe. Die Programme, die den KMU helfen, innovative Ausbildungskonzepte in die Praxis umzusetzen, sind entscheidend. Der digitale Wandel und technische Fortschritt stellen zudem hohe Anforderungen an die Unternehmen, die sich diesen Herausforderungen stellen müssen.
Die Bemühungen um die Schaffung neuer Ausbildungsplätze sind nicht nur für die Unternehmen selbst entscheidend, sondern auch für die gesamte Region. Besonders Jugendliche und Studienabbrecher sind für die KMU wertvolle Nachwuchskräfte, und die berufliche Bildung bietet ihnen Perspektiven. Mit der Unterstützung von Initiativen wie „Jobstarter plus“ und KAUSA Servicestellen wird der Weg geebnet, um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Talente zu entfalten und gleichzeitig den regionalen Betrieben zu helfen, die Herausforderungen des Marktes zu meistern.