Am Caritas-Standort in Steegen, wo das Wohnhaus „St. Pius 4“ steht, stehen aufregende Veränderungen bevor. Bei einem traditionellen Maifest wurde der symbolische Baustart für eine umfassende Sanierung des Hauses gefeiert – und das mit einem besonderen Ehrengast: der Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP). Das Gebäude, das seit den 1980er-Jahren besteht, bietet aktuell 28 Menschen mit Behinderungen in vier vollbetreuten Wohngruppen ein Zuhause. Ein Ort, der allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, weshalb die Innensanierung nun dringend notwendig ist. Die Finanzierung des Projekts kommt vom Land Oberösterreich, und der Baubeginn ist für dieses Jahr angesetzt.
Die Pläne sehen vor, die Einzelzimmer zu vergrößern und sie an den Neubaustandard anzupassen. Das ist doch eine tolle Nachricht! Künftig werden 24 Bewohner in dem sanierten Haus leben, während vier Personen in andere Gebäude am Standort umziehen werden. Auch die sanitären Anlagen werden erneuert, und ein voll ausgestattetes Pflegebad wird installiert. Besonders wichtig ist die barrierefreie Gestaltung des Haupteingangs, und ein zusätzlicher Lift wird eingebaut. Diese Maßnahmen zeigen, dass hier verantwortungsvoller Mitteleinsatz und Nachhaltigkeit großgeschrieben werden.
Ein zeitgemäßes Zuhause für alle
Die Bauphase wird etwa 14 Monate dauern. Während dieser Zeit müssen einige Bewohner umgesiedelt werden, was sicher nicht einfach ist. Für zwölf Personen wird zudem ein vorübergehendes Ersatzquartier gesucht – eine Herausforderung, aber auch eine Chance, neue Erfahrungen zu sammeln. Die Fertigstellung der Sanierung ist bis Frühjahr 2028 geplant. Das klingt nach einer langen Zeit, doch es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Bewohnern mehr Lebensqualität zu bieten.
Im Kontext dieser Entwicklungen ist es interessant, die bundesweiten Bestrebungen zur Barrierefreiheit zu betrachten. Die Bundesregierung hat sich dem Abbau von Barrieren verstärkt angenommen, wie ein Kabinettsbeschluss aus dem November 2022 zeigt. Es ist eine ressort- und ebenenübergreifende Aufgabe, die im Rahmen der Bundesinitiative Barrierefreiheit koordiniert wird. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen ihr Recht auf uneingeschränkte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Das Engagement zur Beseitigung von Barrieren ist nicht nur eine Verpflichtung der Bundesregierung, sondern auch der Länder und Kommunen.
Es ist ein Schritt, der nicht nur die bauliche, sondern auch die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen fördert. Die Maßnahmen, die seit Beginn der Initiative umgesetzt wurden, kommen allen zugute. Dabei wird deutlich, dass die Sanierung des Wohnhauses „St. Pius 4“ nicht isoliert betrachtet werden kann. Es ist Teil eines größeren Ganzen, das die Lebensqualität vieler Menschen in Österreich nachhaltig verbessern soll.