In Freistadt hat sich etwas ganz Spannendes getan! Seit Anfang Mai dürfen die Radler:innen nun auf der Promenade fahren, und das ist nur der Anfang einer größeren Initiative zur Förderung des Radverkehrs in der Stadt. Der Bürgermeister Christian Gratzl und Infrastrukturstadtrat Rainer Widmann haben gemeinsam mit Gerhard Hörleinsberger und Vertretern der Initiative „Alltagsradler:innen“ dieses neue Konzept ins Leben gerufen. Diese Initiative hat auch ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen, das neue Radabstellplätze in der Innenstadt finanziert hat. Nun stehen in der Altstadt insgesamt 91 Radabstellplätze zur Verfügung. Damit wird der Alltag für Radfahrende deutlich angenehmer!
Ein weiteres Highlight dieser Maßnahme ist die Promenade zwischen dem Scheiblingturm und dem Linzer Tor, die jetzt als kombinierter Geh- und Radweg genutzt werden kann. Dies ist besonders wichtig, da Radfahrende nun ein gefährliches Teilstück entlang der Bundesstraße umgehen können. Die Anpassungen im Kreuzungsbereich bei der Stadteinfahrt, bei denen das innovative „St. Pöltner Modell“ zum Einsatz kommt, zeigen, wie ernst es der Stadt mit der Sicherheit der Radler:innen ist. Außerdem gibt es neue Bodenmarkierungen beim Schutzweg, die anzeigen, dass Radfahrende diesen sicher fahrend queren dürfen. Freistadt wurde für diese Bemühungen mit dem „Gelben Trikot“ ausgezeichnet – ein Zeichen, dass die Stadt auf dem richtigen Weg ist!
Fokus auf aktive Mobilität
Ein ähnlicher Fokus auf Fuß- und Radverkehr zeigt sich in St. Pölten. Hier hat Bürgermeister Matthias Stadler die Bedeutung aktiver Mobilität für die Lebensqualität und den nachhaltigen Verkehr hervorgehoben. Bereits im November 2021 wurde ein Grundsatzbeschluss für einen Masterplan „Aktive Mobilität“ gefasst. Ziel ist es, eine umfassende Bestandsanalyse durchzuführen und Strategien für Fuß- und Radverkehr zu entwickeln. Der Masterplan, auch bekannt als Leitkonzeption Aktive Mobilität (LAMOB), priorisiert diese Formen der Fortbewegung in der Verkehrsplanung und umfasst über 200 Kilometer Radnetzausbau. Dabei werden über 25.000 Anmerkungen von 2.000 Bürger:innen und Stakeholdern berücksichtigt – ein echter Bürgerdialog!
Im Rahmen dieses Plans wird auch an der Kremser Landstraße ein neuer Geh- und Radweg gebaut, und es sind attraktive Fuß- und Radverkehrsachsen zum Landesklinikum geplant. Die Teufelhofer Straße wird sogar zur Fahrradstraße umgestaltet, was die Verbindungen zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmer:innen verbessert. Im nächsten Schritt wird der Traisental-Radweg westseitig ausgebaut und saniert. St. Pölten scheint auf einem wirklich guten Weg zu sein, um den Radverkehr zu fördern und die Stadt für alle Mobilitätsformen zu gestalten.
Radverkehr und Klimaziele
Doch was bringt uns das alles, fragst du dich vielleicht? Radfahren trägt nicht nur zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung bei, es ist auch eine tolle Möglichkeit, die Gesundheit zu fördern. Durch regelmäßige körperliche Aktivität auf dem Rad bleiben wir fit und vital. Es ist interessant zu wissen, dass Rad- und Fußverkehr in Deutschland zusammen 37 % aller Wege ausmachen. Das Bundesministerium für Verkehr hat daher verschiedene Fördermaßnahmen ins Leben gerufen, um den Radverkehr weiter zu unterstützen. Ab 2026 wird die Förderung aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert, der zahlreiche Programme umfasst, um die aktive Mobilität zu stärken.
Für Freistadt und St. Pölten sind diese Entwicklungen nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern auch eine Einladung an alle, das Radfahren neu zu entdecken. Es gibt viel zu tun, und die ersten Schritte sind bereits gemacht. Wer weiß, wie sich die Städte in den kommenden Jahren entwickeln werden – aber eines ist klar: die Zukunft des Radverkehrs sieht vielversprechend aus!
