Heute, am 21. Juni 2026, ist in Freistadt etwas ganz Besonderes passiert: Die Mittelschule Königswiesen hat ihre Türen für 38 Schüler und 6 Lehrer aus Lisov, Tschechien, geöffnet. Im Rahmen eines Interreg-Projekts sind die Gäste zu einem ersten Kennenlernen angereist, und die Aufregung war nicht zu übersehen. Die Schüler der zweiten Klassen wurden von ihren Lehrern Geza Kern und Fabian Hackl herzlich empfangen, und es gab gleich zu Beginn ein musikalisches Highlight. Mit dem Lied „Aufstehn, aufeinander zugehn, voneinander lernen“ wurde die Atmosphäre sofort aufgelockert – ein schöner Auftakt für die bevorstehenden Aktivitäten!

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Entdeckung. Bei einer spannenden Ortsrallye mussten die Schüler markante Punkte im Markt aufsuchen. Die Energie und Neugier der jungen Teilnehmer waren spürbar; man kann sich gut vorstellen, wie sie mit großen Augen durch die Straßen liefen. Am Nachmittag ging es dann richtig zur Sache. Sportliche Gruppenbewerbe in Bogenschießen, Tischtennis, Discgolf und Völkerball sorgten für einen aufregenden Wettkampf. Die Pumptrack-Anlage war ein weiteres Highlight, das alle in Bewegung brachte und für viel Spaß sorgte.

Werte für die Zukunft

Den Abschluss des Tages bildete eine bedeutende Zusammenkunft, in der die Teilnehmer sechs verbindende Werte für die zukünftige Partnerschaft definierten: Freundschaft, Respekt, Vielfalt, Zusammenhalt, Toleranz und Frieden. Diese Werte sind nicht nur schön, sie sind der Grundstein für eine Zusammenarbeit, die über das Klassenzimmer hinausgeht. Der geplante Gegenbesuch der beiden zweiten Klassen in der Schule in Tschechien am 25. Juni wird sicherlich weitere Gelegenheiten bieten, diese Werte zu leben und zu vertiefen. Es ist spannend zu beobachten, wie internationale Schulpartnerschaften wie diese den Schülern nicht nur Wissen, sondern auch interkulturelle Kompetenzen vermitteln.

Umso bemerkenswerter ist, dass solche Partnerschaften oft aus privaten Kontakten entstehen und somit eine Grundlage für langfristige Beziehungen schaffen. Dies gilt nicht nur für die Zusammenarbeit zwischen Schulen in Österreich und Tschechien, sondern auch in einem größeren Kontext. In Bayern beispielsweise pflegt man freundschaftliche Beziehungen zu verschiedenen europäischen Regionen, was den länderübergreifenden Austausch und die Verständigung fördert. Die Schüleraustausche, auch wenn die Kommunikation nicht immer in der Landessprache erfolgt, sind immer gewinnbringend.

Das Engagement für Schulpartnerschaften ist also nicht nur lokal, sondern hat auch eine europäische Dimension. In diesem Sinne sind Initiativen wie eTwinning ein wertvolles Instrument, um neue Partnerschaften zu knüpfen und Schülern die Möglichkeit zu geben, über Grenzen hinweg Freundschaften zu schließen. Die Schüler von Königswiesen und Lisov haben heute einen Schritt in diese Richtung gemacht, und es bleibt spannend zu sehen, wie sich diese neu geschlossene Freundschaft entwickeln wird.

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