Heute ist der 10.06.2026 und in Freistadt gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Technik. Zwölf Schülerinnen der Mittelschule Pregarten haben sich einem besonderen Abenteuer gestellt und dabei ihr handwerkliches Geschick unter Beweis gestellt. Im Rahmen des Programms „Technik-Talentinnen“ hatten sie die Gelegenheit, technische Begabungen in regionalen Unternehmen zu entdecken. Das Ziel? Das Interesse an technischen Berufen zu wecken, um die oft traditionellen Rollenbilder zu hinterfragen.

In diesem Programm durften die Mädchen eine Vielzahl von Aktivitäten ausprobieren. Dazu zählte unter anderem der Bau einer Metall-Schatzkiste, das Löten von Elektronikbauteilen und das Kennenlernen eines Biolabors. Auch kreative Elemente wie die Erstellung einer Audioproduktion waren Teil des Programms. Die Schülerinnen wurden sogar in die Welt des Automobils eingeführt: Schleifen, Lackieren und Erneuern von Autoteilen sowie das Reifenwechseln standen ebenfalls auf dem Plan. Ein wahres Technik-Highlight für die jungen Talente!

Technische Berufe im Fokus

Christian Naderer, der Obmann der Wirtschaftskammer Freistadt, spricht von den Vorteilen technischer Berufe. Er betont, dass diese Berufe weniger körperliche Belastung mit sich bringen und Frauen gute Aufstiegschancen bieten. Trotzdem entscheiden sich viele Mädchen weiterhin für traditionelle Frauenberufe. Das ist ein Aspekt, den die Veranstalter des Programms ändern möchten. Thomas Denk, Leiter der Wirtschaftskammer Freistadt, hebt die Attraktivität und die vielfältigen Möglichkeiten in den teilnehmenden Unternehmen hervor. Diese sind: Schinko GmbH in Neumarkt, Technosert GmbH in Wartberg, Fachhochschule OÖ (Campus Hagenberg) und Autohaus Ortner in Wartberg.

Es ist bemerkenswert, wie wichtig solche Initiativen sind, um junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. In der heutigen Zeit, in der der Bedarf an Fachkräften in technischen Bereichen stetig wächst, ist es unerlässlich, die Talente von Mädchen frühzeitig zu fördern. Die Statistiken zeigen, dass Frauen in sozialen Fachrichtungen dominieren, während sie im Ingenieurwesen und in verwandten Bereichen unterrepräsentiert sind. Der Frauenanteil in Ingenieurwesen und Baugewerbe beträgt nur 28%, während er in sozialen Berufen bei beeindruckenden 79% liegt.

Bildung und Chancen für Frauen

Laut aktuellen Erhebungen haben Frauen in der EU einen klaren Bildungsvorsprung. Im Jahr 2024 waren 50% der 30- bis 34-Jährigen hochqualifiziert – ein neuer Höchststand. Männer sind hier mit 39% deutlich im Rückstand. Diese Entwicklungen zeigen, dass eine gezielte Förderung von Mädchen in technischen Berufen nicht nur notwendig, sondern auch zukunftsweisend ist. Der Bildungsvorsprung der Frauen hat sich in den letzten Jahren stabilisiert und beträgt rund 11 Prozentpunkte.

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Es bleibt spannend, wie sich der Berufswahlprozess für junge Frauen entwickeln wird. Wenn es gelingt, das Interesse an technischen Berufen weiter zu fördern, könnten wir in Zukunft eine vielfältigere und gerechtere Arbeitswelt erleben. Denn die Talente sind da – sie müssen nur entdeckt und gefördert werden!