Der Einfluss sozialer Medien auf unsere psychische Gesundheit: Ein Aufruf zur Achtsamkeit und positiven Veränderung
Heute ist der 21.06.2026 und wir blicken hier in Gmunden auf einen Gedankenanstoß von Jenny Gaßner, der Jugendseelsorgerin und Landwirtin, die uns dazu aufruft, über die viralen Trends in sozialen Medien nachzudenken und deren Einfluss auf unser tägliches Leben. „Welchen ‚Trend‘ verbreite ich?“, fragt sie provokant. In einer Zeit, in der Mobbing und die Angst vor Ablehnung an vielen Schulen an der Tagesordnung sind, sollten wir uns mit dieser Frage ernsthaft auseinandersetzen.
Gaßner zitiert den Römerbrief mit den Worten: „Durch einen Menschen kam die Sünde, durch Jesus die Gnade.“ Sie erinnert uns daran, dass trotz aller negativer Einflüsse, die uns soziale Netzwerke bringen können, die Gnade Gottes beständig bleibt. Wie oft haben wir in unserem Alltag Angst vor den Meinungen anderer, ob es nun um schlechte Noten, das Ausgelachtwerden oder einfach die Sichtbarkeit unserer eigenen Person geht? Diese Ängste, so Gaßner, sollen uns nicht leiten. Stattdessen fordert sie uns auf, die eigene Meinung zu äußern und das Gute zu tun.
Psychische Gesundheit in digitalen Zeiten
Die Herausforderungen, die Jenny Gaßner anspricht, sind nicht nur spiritueller Natur. Sie haben auch große Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit. Neueste Forschungen zeigen, dass psychische Erkrankungen in sozialen Netzwerken eine Form der „Ansteckung“ aufweisen können. Emotionen, Verhaltensweisen und Symptome können sich innerhalb von Freundes- und Bekanntenkreisen verbreiten. Eine Studie aus 2024 in JAMA Psychiatry hat sogar ergeben, dass Klassenkameraden mit psychischen Störungen das Risiko für spätere Diagnosen bei Peers um 9 % erhöhen – und bei mehreren ist das Risiko sogar um 18 % höher. Besonders im ersten Jahr ist dieser Effekt stark ausgeprägt.
Es ist also nicht nur der digitale Raum an sich, der uns herausfordert, sondern auch die sozialen Verbindungen, die wir pflegen. Emotionales Wohlbefinden wird durch unsere Netzwerke geprägt, und die Erkenntnis, dass man nicht allein ist, kann sowohl ein Segen als auch eine Last sein. Wenn man darüber nachdenkt, wird das Bild klarer. Die Menschen um uns herum beeinflussen unsere Stimmung und unsere Sicht auf die Welt. Gaßners Botschaft, sich nicht von Angst leiten zu lassen, wird hier zum Leuchtfeuer in einem Meer von Unsicherheiten.
Die Rolle der sozialen Medien
Soziale Medien haben sowohl positive als auch negative Aspekte. Laut der WHO zeigen 11 % der Jugendlichen Anzeichen eines problematischen Verhaltens in Bezug auf soziale Medien. Besonders betroffen sind Mädchen, mit 13 % im Vergleich zu 9 % bei Jungen. Zudem stehen 36 % der Jugendlichen ständig online mit Freunden in Kontakt. Diese ständige Verbindung kann zwar ein Gefühl der Nähe schaffen, birgt jedoch auch die Gefahr, dass man sich in einer toxischen Umgebung wiederfindet.
Problematische Nutzung sozialer Medien wird oft mit weniger Schlaf und schlechteren schulischen Leistungen in Verbindung gebracht. Gerade in einer Zeit, in der viele Jugendliche nach Bestätigung suchen, wird die Suche nach Anerkennung durch Likes und Follower zur täglichen Herausforderung. Dr. Hans Henri P. Kluge von der WHO hebt hervor, wie wichtig Medienkompetenz ist, um Jugendliche in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen über ihre Online-Aktivitäten zu treffen und ihr Wohlbefinden zu schützen.
In dieser Gemengelage von Herausforderungen und Möglichkeiten ist der Aufruf zu kleinen, positiven Gesten von Jenny Gaßner besonders relevant. Diese Gesten können einen Dominoeffekt im Alltag auslösen und dazu beitragen, eine unterstützende Gemeinschaft zu schaffen. Denn letztlich, so könnten wir sagen, ist es die Liebe und die Hoffnung, die wir in die Welt tragen, die den Unterschied machen. Das sollten wir uns immer wieder vor Augen halten!
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