Heute ist der 29. Mai 2026 und im Salzkammergut zieht ein ganz ungewöhnlicher Mai seine Bilanz. Die Temperaturen waren weit über dem langjährigen Mittel von 13,4 Grad (1991-2020). Man spricht von einem extrem wechselhaften Monat, der sich von Frost bis zu sommerlichen 30 Grad erstreckte. Der Mai hat die Menschen hier mit seinen Launen und Rekorden ganz schön auf Trab gehalten!

Besonders bemerkenswert waren die höchsten Temperaturen, die in Bad Goisern mit 30,9 Grad ihren Höhepunkt fanden. Auch St. Wolfgang und Mondsee schafften es mit 30,5 Grad in die Rekordlisten. Eine Hitzewelle hat die Region ab dem 23. Mai erfasst, die bis zum Monatsende anhielt. Davor, zwischen dem 3. und 5. Mai, gab es sogar drei Sommertage – das sind Tage mit mehr als 25 Grad. Das ist in dieser Region nicht alltäglich, denn der Mai 2026 hat insgesamt bis zu zwölf Sommertage gebracht – ein neuer Rekord, der die elf Sommertage von 2011 übertrifft. In dieser Zeit wurden sogar drei Tropentage (über 30 Grad) registriert, die ebenfalls neue Spitzenwerte erreichen.

Von Frost zu Hitze

Doch der Mai hatte zu Beginn auch frostige Tage zu bieten. Am 1. Mai wurde es in Oberpilsbach mit -2,1 Grad richtig kalt. Auch Vöcklabruck und Regau verzeichneten frostige Temperaturen. Man könnte fast sagen, die Natur hat hier ihre ganze Palette ausgepackt. Ab dem 11. Mai wechselte das Wetter dann zur kühlenden Phase, in der bis zum 17. Mai keine Höchstwerte über 15 Grad erreicht wurden. Ein echter Wechsel von Winter zu Frühling und dann gleich in den Sommer. Komisch, oder?

Ein weiteres auffälliges Merkmal war die extreme Trockenheit, die sich über den Monat zog. Die Niederschläge waren während der Eisheiligen zur Monatsmitte die einzigen nennenswerten Regenfälle. Vöcklabruck kam auf nur 35,9 mm Niederschlag, was rund 31% des langjährigen Mittels entspricht. In der Region bleiben markante Gewitterlagen aus und Hochdruckeinfluss dominierte die Wetterlage. Das hat viele dazu verleitet, die Sonne umso mehr zu genießen.

Wind und Wetter

Die stärksten Windböen wurden in Vöcklabruck mit 76 km/h gemessen – das hat sicher den einen oder anderen Schirm zum Fliegen gebracht! In Mondsee und Altmünster wurden ebenfalls hohe Windgeschwindigkeiten von 58 km/h und 55 km/h registriert. Die Natur war also nicht nur heiß, sondern auch ganz schön windig.

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Der Juni steht vor der Tür und bringt laut statistischen Durchschnittswerten im Salzkammergut 10,6 Sommertage, 2,1 Tropentage und 133 Liter Niederschlag pro Quadratmeter mit sich. Es bleibt spannend, wie der Sommer sich entwickeln wird und ob wir mit ähnlichen Extremwetterlagen rechnen müssen.

Die Wetterextreme, die wir in diesem Jahr erleben, sind nicht nur lokal zu beobachten. Im Jahr 2025 wurden weltweit aufgrund des Klimawandels häufigere Extremwetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen festgestellt. Laut Klimawissenschaftler Theodore Keeping vom Imperial College London hat der Klimawandel einen enormen Einfluss auf solche Wetterphänomene. Hitzewellen gelten sogar als die tödlichsten Extremwetterereignisse, und es wird geschätzt, dass sie im Jahr 2025 in Europa 24.400 Menschenleben gefordert haben. Hier gibt es mehr zu lesen.

Mit all diesen Veränderungen ist es wichtig, die eigene Umgebung und das Wetter ernst zu nehmen. Die Natur zeigt uns, dass sie auch mal ihre Launen hat – und wir sollten bereit sein, darauf zu reagieren.