Heute ist der 1. Mai 2026 und während wir hier in Gmunden den Frühling genießen, blicken wir zurück auf den April 2023. Ein Monat, der uns mit seinen milden Temperaturen und vor allem mit extrem wenig Niederschlag überrascht hat. Mit einer mittleren Temperatur von etwa 9,9 Grad lag der April rund 0,8 Grad über dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020. Ein wenig zu mild, könnte man sagen! Der Monat begann mit einem wechselhaften Wetter, in dem die Sonne und der Regen sich ein spannendes Duell lieferten. Doch die Niederschläge hielten sich in Grenzen – nur 24,2 mm fielen in Seewalchen, was gerade einmal 37 % des langjährigen Mittels entspricht.

Am 5. April sorgte ein Orkantief für lebhaften Wind, mit Böen bis zu 60 km/h. Es war, als ob der Frühling selbst einen kleinen Scherz mit uns treiben wollte. Auf der anderen Seite erlebten wir auch warme Luft aus dem Mittelmeerraum, die uns Höchsttemperaturen von bis zu 24,7 Grad in Altmünster bescherten. Allerdings blieben wir unter der 25-Grad-Marke, was bedeutete, dass wir keinen Sommertag verzeichnen konnten. Das ist schon ein wenig enttäuschend, oder? Leichter Frost war ebenfalls zu verzeichnen – in Vöcklabruck sank das Thermometer auf -1,9 Grad und in Bad Ischl auf -1,2 Grad. Das könnte man fast schon als einen letzten Gruß des Winters werten.

Ein Monat voller Sonne und Gewitter

Die zweite Aprilhälfte brachte mehr Sonnenschein. Tatsächlich hatten wir mehr Sonnenstunden als im klimatologischen Durchschnitt. Doch so friedlich der Monat auch wirkte, die Gewittersaison begann am 5. und 19. April mit stürmischen Böen zwischen 60 und 70 km/h. Ein beeindruckendes Schauspiel, das uns daran erinnerte, dass der Frühling immer auch seine Launen hat. Die höchste Tagesniederschlagsmenge wurde am 10. April mit knapp 13 mm gemessen. Immerhin gab es also ein wenig Wasser für die durstigen Pflanzen!

Jetzt, im Mai, schauen wir optimistisch in die Zukunft. Statistisch gesehen sind 3 bis 4 Sommertage zu erwarten. Man kann sich schon die warmen Abende mit Grillgeruch in der Luft vorstellen – herrlich! Zum Vergleich: Im Mai 2018 hatten wir sogar 10 Sommertage, und 2011 waren es 11. Das lässt die Vorfreude auf die kommenden Wochen steigen.

Der Klimawandel im Fokus

Doch während wir uns über das Wetter freuen, sollten wir auch einen Blick auf die großen Zusammenhänge werfen. Der Klimawandel, so scheint es, ist ein ständiger Begleiter in unserem Alltag. Ein Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen seit der vorindustriellen Zeit, verursacht durch menschliche Aktivitäten wie Industrie, Verkehr und Landwirtschaft, beeinflusst unser Klima. Das hat Auswirkungen auf die Niederschlagsverteilung und die Temperaturen, die wir erleben. In Deutschland stieg die Jahresmitteltemperatur von 1881 bis 2021 um 1,6 °C, was zeigt, wie rasant sich das Klima verändert.

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Die Klimaprojektionen für die kommenden Jahre sind alarmierend: Ein Temperaturanstieg von 3,1 °C bis 4,7 °C bis 2100 wird erwartet. Dies führt nicht nur zu heißeren Sommern, sondern auch zu veränderten Niederschlagsmustern. Es ist eine Herausforderung, die wir als Gesellschaft annehmen müssen, während wir gleichzeitig die schönen Seiten des Frühlings genießen.

Lasst uns also die Sonnenstrahlen und die frische Luft auskosten, während wir uns der Verantwortung für unsere Umwelt bewusst sind. Denn während wir hier in Gmunden den Frühling feiern, geschieht draußen eine Menge, die unser Klima beeinflusst – und das nicht nur lokal, sondern global. Ein kleiner Blick über den Tellerrand kann manchmal nicht schaden!