Heute ist der 2.06.2026 und Gmunden trauert um einen besonderen Menschen. Am 31. Mai ist Erich Josef Langwiesner, ein geschätzter Grünen-Politiker, Schauspieler und Schriftsteller, im Alter von 76 Jahren verstorben. Geboren in Gmunden, hinterlässt er eine Lücke in der kulturellen und politischen Landschaft seiner Heimatstadt. Über drei Jahrzehnte war Langwiesner am Linzer Landestheater tätig und hat sich durch seine Leidenschaft für die darstellenden Künste und sein Engagement in der Politik profiliert.
Die Nachricht über seinen Tod hat nicht nur Freunde und Familie betroffen gemacht, sondern auch die Gmundner Politik in tiefe Trauer gestürzt. Als „verbindender Politiker“ war er seit 2003 aktiv im Gemeinderat und erfreute sich großer Beliebtheit. Die Grünen in Gmunden drückten ihr Dankeschön für seinen unermüdlichen Einsatz und sein Engagement aus. Bürgermeister Stefan Krapf von der ÖVP äußerte ebenfalls sein Bedauern und hob die tiefgründigen Gespräche über Literatur und Kunst hervor, die er mit Langwiesner führen durfte. Auch die SPÖ Gmunden würdigte ihn als respektvollen Gesprächspartner, der immer Brücken baute. Erinnerungen an ihn als Badegast am Gmundner Seebahnhof oder als Mopedfahrer auf seiner Puch MV 50 sind lebendig und werden von vielen geteilt.
Künstlerisches Schaffen
Langwiesners künstlerische Karriere begann 1968, als er seine Ausbildung am Mozarteum in Salzburg mit Diplom abschloss. Seither war er in renommierten Theatern wie dem Staatstheater Oldenburg, den Städtischen Bühnen Osnabrück, den Bühnen Mainz und dem Stadttheater Aachen engagiert. Seit 1987 war er am Landestheater Linz tätig, wo er in zahlreichen Produktionen auftrat. In der Saison 2007/2008 begeisterte er das Publikum unter anderem als Ho-Gu in Johann Nestroys „Häuptling Abendwind“ und als Kaiser Franz Joseph II in Ralph Benatzkys „Im Weißen Rössl“.
Doch nicht nur auf der Bühne war Langwiesner aktiv. 1998 gründete er das „Theater M.23“, in dem er einmal jährlich inszenierte. Außerdem war er seit 1975 schriftstellerisch tätig und versorgte seine Freunde monatlich mit „Poems“ via WhatsApp – ein ganz persönlicher Touch, der zeigt, wie sehr ihm die zwischenmenschlichen Beziehungen am Herzen lagen.
Ein bleibendes Erbe
Langwiesner war nicht nur ein Künstler, sondern auch eine prägende Persönlichkeit in Gmunden, die sich in Kunst und Kultur engagierte. Sein plötzlicher Abschied hinterlässt viele Fragen, aber auch zahlreiche Erinnerungen an einen Menschen, der stets für die Gemeinschaft einstand. In den Herzen seiner Freunde und Bekannten wird er weiterleben – sei es durch seine Theateraufführungen, seine politischen Ideen oder einfach durch die kleinen, persönlichen Gesten, die er so oft zeigte. Die Bestürzung über seinen Verlust ist groß, und die Gmundner werden ihn als eine schillernde Figur in ihrer Stadt nicht vergessen.
Für mehr Informationen über das Leben und Wirken von Erich Josef Langwiesner besuchen Sie bitte die vollständige Quelle hier.
