Am Freitagabend, dem 22. Mai 2026, fand im Gmundner „Atelier am Markt“ die Vernissage der Künstlerin Inge Kreuzer statt. Die Veranstaltung zog zahlreiche Besucher an, unter ihnen auch Emina Kacic, die als offizielle Vertreterin der Stadt Gmunden anwesend war. Kreuzer präsentierte ein innovatives Konzept, das die Grenzen zwischen Medizin und Kunst verschwimmen lässt: Röntgenbilder verwandeln sich durch einen gezielten Farbeinsatz in beeindruckende Kunstwerke. Die Ausstellung, die bis zum 5. Juni zu sehen sein wird, eröffnet den Betrachtern eine emotionale Perspektive auf menschliche Körperstrukturen und lädt dazu ein, die hektischen Alltagsgedanken hinter sich zu lassen.

Inge Kreuzer nutzt die Transparenz und Strukturen von Röntgenaufnahmen als Leinwand. Ihre Arbeiten sind mehr als nur Bilder; sie sind eine Symbiose aus Medizintechnik und kreativer Freiheit. Der Farbfluss in ihren Werken verbindet das Mystische mit dem Realen. „Man kann die Zeit nicht anhalten, aber man kann in der Zeit anhalten“, sagte Kreuzer und erntete damit begeisterten Applaus. Laudatorin Ilse Stein stellte in ihrer Ansprache den beeindruckenden Werdegang der Künstlerin heraus, der von seelischen Verlusten geprägt war. Die Energie und Freiheit, die von Kreuzers Arbeiten ausgehen, sind spürbar und machen die Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis.

Kunst und Gemeinschaft

Das „Atelier am Markt“ hat sich als Plattform für zeitgenössische Kunst und regionalen Kulturaustausch etabliert. Es bereichert die Kulturszene des Salzkammerguts durch wechselnde Ausstellungen und Kooperationen. In diesem Zusammenhang ist auch die Initiative des Gmundner Kunstvereins zu erwähnen, die mit den Kalendern „Gmundner Platz´ln“ und „Modern Arts“ einen weiteren kulturellen Beitrag leistet. Die Titelseiten der Kalender zeigen Werke von Joe Malina und Helga Graf (in Memoriam). Alle neun Gmundner Charity Clubs haben sich an der Vorfinanzierung und dem Verkauf beteiligt und bewiesen damit die hohe Bereitschaft der Gmundner Bevölkerung, Kunst zu unterstützen.

Ein Highlight war die Charity Vernissage und Ausstellung am 7. November im K-Hof Kammerhofmuseum Gmunden, wo ein Gemälde von Maike Pichler und ein gestiftetes Werk von Helga Graf versteigert wurden. Die Einnahmen flossen in das Gesamtprojekt, das bedürftigen Familien ein schönes Weihnachtsfest ermöglichen soll. Die Künstlerin Heidi Cigler überreichte symbolisch ein Weihnachtspackerl an Emina Kazic, Bürgermeister Stefan Krapf und Vizebürgermeisterin Ulli Feichtinger. Der Reinerlös der Kalender kommt dem Gmundner Sozialamt und bedürftigen Menschen zugute.

Ästhetik der Radiologie

In der Kunst von Inge Kreuzer spiegelt sich auch die ästhetische Dimension der Radiologie wider. Röntgenbilder, CTs und MRTs zeigen nicht nur Krankheiten, sondern auch beeindruckende Strukturen und Formen. Künstler:innen weltweit, wie Nick Veasey, nutzen Radiologie als kreatives Werkzeug, um das Unsichtbare darzustellen. Diese Sichtweise schärft den Blick und eröffnet neue Perspektiven, sowohl in der Kunst als auch in der Medizin. Radiologische Darstellungen finden seit der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 ihren Platz in der Kunst, und Künstler:innen integrieren sie in Collagen, Mixed-Media-Arbeiten und Installationen.

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Die Ausstellung von Inge Kreuzer ist somit nicht nur eine Einladung, die Kunst zu genießen, sondern auch eine Aufforderung, über die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Kreativität nachzudenken. Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, wie Kunst und Medizin in Gmunden auf so inspirierende Weise zusammenfinden.