Ein Arbeitsunfall, der einem die Sprache verschlägt, ereignete sich am Dienstagnachmittag in Bad Goisern. Ein 62-jähriger Mann wurde bei Aushubarbeiten in der Ortschaft Steinach schwer verletzt. Der Bagger, mit dem er arbeitete, geriet in eine Künette und kippte um. Das ist schon eine heftige Sache! Der Mann wurde aus der Kabine geschleudert und sein Bein wurde zwischen dem Untergrund und der Baggerkabine eingeklemmt. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich.
Die Freiwilligen Feuerwehren Bad Goisern und St. Agatha wurden schnell mit dem Einsatzstichwort „Person unter Bagger eingeklemmt“ alarmiert. Die Einsatzkräfte waren rasch zur Stelle und befreiten den Arbeiter mit einem hydraulischen Rettungsspreizer. Die Zusammenarbeit von Rettungsdienst, Feuerwehrarzt, Feuerwehrkräften und einem nachalarmierten Notarzt war entscheidend. Letztendlich wurde der schwer verletzte Mann ins Krankenhaus eingeliefert. Der Schock darüber sitzt tief.
Unfallgefahren bei Erdbaumaschinen
Die Unfallgefahr mit Maschinen ist ein ernstes Thema, das nicht nur in Bad Goisern relevant ist. Radlader und Kompaktmaschinen bringen oft unliebsame Überraschungen mit sich. Technische oder organisatorische Randbedingungen können zu Umsturzunfällen führen. Manchmal sind es unvorhersehbare Bedingungen, wie technische Störungen, die solche Ereignisse auslösen können. Das ist schon beunruhigend.
Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird, sind die fehlenden Sicherungen für das Maschinenpersonal. Das erhöht das Risiko schwerer Unfälle erheblich. Physiologische Stressreaktionen, wie die „Kampf-oder-Flucht-Reaktion“, beeinflussen das Verhalten der Maschinenführer. Kommt es zu einem Umsturz, versuchen viele, die Gefahr durch abruptes Bremsen oder Gegenlenken abzuwenden. Allerdings kann das auch nach hinten losgehen und zu noch schlimmeren Verletzungen führen.
Ein Blick auf die Zahlen
Obwohl die Baubranche in den letzten Jahren einen Rückgang der Arbeitsunfälle verzeichnet hat – um 4,5 % im Jahr 2024 – sind die Zahlen immer noch alarmierend. Insgesamt gab es 91.813 Arbeitsunfälle und ein Anstieg der tödlich verlaufenen Arbeitsunfälle auf 78. Das zeigt, dass wir noch lange nicht am Ziel sind, was die Sicherheit angeht. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen von der BG BAU, den Mitgliedsunternehmen und den Beschäftigten, um sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Die BG BAU nutzt Unfalluntersuchungen und Analysen von Unfalldaten, um Risikofaktoren zu identifizieren. Zudem werden spezifische Schulungs- und Informationsangebote bereitgestellt, um die Sensibilisierung zu erhöhen. So wichtig das ist – die Realität ist oft eine andere. Die Gefahren sind allgegenwärtig und es ist nur zu hoffen, dass solche Unfälle wie in Bad Goisern nicht zur Regel werden.
