Im malerischen Gmunden, wo der Toscanapark zum Spazieren einlädt, sorgt die Absperrung der Toilettenanlagen für Unmut unter den Besuchern. Es ist ja nicht gerade ein Vergnügen, nach einem langen Spaziergang und der frischen Luft in den Wald, mit einem dringenden Bedürfnis konfrontiert zu werden. Die Situation ist ein weiteres Indiz dafür, dass es im schönen Ort an der Infrastruktur hapert – und das, obwohl der Park immer ein beliebter Anlaufpunkt für Einheimische und Touristen war. Doch das ist nicht das einzige Problem, das derzeit die Gemüter erhitzt.
Ein weiteres Thema, das die Gemüter beschäftigt, ist der Umbau des denkmalgeschützten Landschlosses Ort in ein Hotel. Dieser verzögert sich seit geraumer Zeit, und das nicht zu knapp. Vor einem Jahr, als die umstrittene Rodung von 6.500 Quadratmetern Wald stattfand, um Platz für Parkplätze zu schaffen, waren die Hoffnungen groß. Aber was ist seither passiert? Bislang gibt es keinen Baustart, keine klaren Informationen über den weiteren Verlauf des Projekts. Das Besondere daran: Der Baubescheid für das Hotel läuft bereits im Juli aus. Gemeinderat Philipp Wiatschka von der Liste WIA äußert Bedenken über die Realisierbarkeit des Projekts. Was passiert mit der Liegenschaft, falls das Vorhaben scheitert? Fragen über Fragen – und die Antwort darauf bleibt aus. Eine Anfrage im Gemeinderat zu diesem Thema steht seit März unbeantwortet im Raum, während das Landschloss Ort immer mehr Anzeichen des Verfalls zeigt.
Unzufriedenheit in der Bevölkerung
Manchmal fragt man sich, wie lange die Bürger die Situation noch hinnehmen werden. Immer wieder äußern sie den Wunsch nach einer gepflegten Parkanlage, sauberen Toiletten und funktionierender Infrastruktur. Der Ärger über die abgesperrten Toiletten ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Verantwortlichkeiten für die derzeitige Misere sind unklar; das Land, das Hotelentwicklungskonsortium, das Denkmalamt und die Stadtgemeinde weisen Anfragen auf ihre Unzuständigkeit zurück. Das führt zu einer gewissen Frustration unter den Menschen, die sich eigentlich nur ein bisschen Entspannung im Park wünschen.
Zusätzlich ist es wichtig zu erwähnen, dass die Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die Städte und Gemeinden lebenswert und erfolgreich halten möchte, ebenfalls in den Kontext dieser Situation gehört. Diese Initiative fördert den Austausch zwischen Interessierten und thematisiert wichtige städtebauliche Trends. In Gmunden könnte ein solcher Austausch durchaus von Nöten sein, um Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu finden.
Die Zukunft des Landschlosses Ort und der gesamten Parkanlage bleibt ungewiss. Die Bürger sind gespannt, ob es noch zu einer Wende kommt. Die Zeit wird zeigen, ob sich die Verantwortlichen den Anliegen der Bevölkerung annehmen und ob der lange geplante Hotelumbau endlich in die Gänge kommt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Situation bald verbessert – für Gmunden und seine Bürger.
Für weitere Informationen zu den Entwicklungen rund um das Landschloss Ort und dessen Umbau in ein Hotel, können Sie die Artikel auf Krone.at und ORF.at nachlesen.