Heute ist der 10.06.2026 und in Grieskirchen tut sich etwas Spannendes. DI Dr. Friedrich Kastner und Corné Verstraten haben nun 100% der Anteile an der NGA Next Generation Analytics GmbH übernommen. Damit haben sie die 49% von der NGH Next Generation Holding erworben. Kastner hält nun 70% der Anteile, während Verstraten 30% hält. Diese Übernahme wurde durch die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die Raiffeisenbank Grieskirchen und die Invest AG finanziert. Der CEO der NGH, Josef Hochreiter, zieht sich mit dem Abschluss der Übernahme in den Ruhestand zurück.

Die Übernahme ist nicht nur eine einfache Eigentumsübertragung, sondern auch der Startschuss für eine Neuordnung der Eigentümerstruktur und eine Fokussierung auf die Portfolios der Partner. Die NGA-Gruppe, die 2014 mit der Übernahme des Unternehmens COLLIN gegründet wurde, hat sich seitdem stark entwickelt. COLLIN hat sich zu einem wichtigen Anbieter von Extrusionsanlagen für verschiedene Branchen entwickelt. In Maitenbeth wurde 2018 ein neuer Standort eröffnet, und das Produktportfolio umfasst Lösungen für Medizintechnik, Pharma, Lebensmittel, Tierfutter und Defense.

Expansion und Innovation im Fokus

Die NGA-Gruppe ist international aufgestellt und hat Standorte in Österreich, Deutschland, den USA und Indien. Zu den Unternehmen der NGA-Gruppe gehören COLLIN Lab & Pilot Solutions GmbH, BritAS Recycling-Anlagen GmbH, NGA Plastic Technology Pvt. Ltd. und COMELT GmbH. Letztere spezialisiert sich auf Extrusionsdüsen und mechanische Fertigung. Die Gruppe beschäftigt etwa 180 Mitarbeiter und erzielt einen Gruppenumsatz von rund 40 Millionen Euro. Besonders beeindruckend ist die Exportquote von etwa 85%, was die internationale Reichweite der Unternehmen unterstreicht.

Die Übernahme zielt darauf ab, schnellere Entscheidungen zu treffen und gezielte Investitionen in Technologie und Internationalisierung zu ermöglichen. Kastner und Verstraten betonen die strategische Ausrichtung und die Notwendigkeit, schneller umsetzen zu können. Das klingt nach einem vielversprechenden Schritt in die Zukunft! Damit könnte die NGA-Gruppe in der dynamischen Kunststoffindustrie noch agiler werden.

Herausforderungen der Branche

<pDoch der Blick auf die Branche ist gemischt. Laut aktuellen Marktdaten wird für 2025 ein Rückgang des Umsatzes und der verarbeiteten Menge in der kunststoffverarbeitenden Industrie prognostiziert. Besonders betroffen sind Hersteller technischer Kunststoffprodukte, die mit einem Umsatzrückgang von rund 0,5 Milliarden Euro rechnen müssen. Nur 16% der Unternehmen konnten ihre Gewinne steigern. Ganz im Gegenteil, 39% mussten Personal abbauen! Die Unsicherheit durch den Nahostkrieg könnte zudem zu höheren Preisen für Primärkunststoffe führen.

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Die NGA-Gruppe hingegen könnte, angesichts ihrer starken Marktstellung und Innovationskraft, diese Herausforderungen vielleicht besser meistern. Rezyklate, die in der Kunststoffproduktion eine immer größere Rolle spielen, könnten wirtschaftlich attraktiver werden, was auch den Unternehmen der NGA-Gruppe zugutekommen könnte. Die Politik ist gefordert, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern und die Branche zu unterstützen.

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