Gestern war ein ganz besonderer Tag in Grieskirchen. Der FPÖ-Klubobmann Thomas Dim und eine Delegation von Vertretern besuchten den Bezirkstag und hatten einiges im Gepäck. Die hohe Energiepreise und der damit verbundene Druck auf die Wirtschaft standen ganz oben auf der Agenda. Bei Besuchen in mehreren Leitbetrieben, wie Fröling und der Haberfellner Mühle, wurde deutlich, dass die Herausforderungen nicht nur in der Energieversorgung liegen, sondern auch in den bürokratischen Anforderungen, die viele Unternehmen erdrücken. Mit dabei waren auch Bezirksparteiobmann Wolfgang Klinger, die Zweite Landtagspräsidentin Sabine Binder und Vizebürgermeister Franz Pointinger, die alle den Austausch und die Anliegen der Betriebe unterstützen wollten.

Die Besuche der Firmen waren beeindruckend. Bei Fröling, einem Unternehmen, das für seine hohe Automatisierung und Perfektion bekannt ist, spürte man die Innovationskraft. Die Haberfellner Mühle, als größter Mühlenstandort in ganz Österreich, legt großen Wert auf Qualität, Hygiene und Regionalität – hier wird ausschließlich heimisches Getreide verarbeitet. Ein weiterer Halt war die Freiwillige Feuerwehr, die sich nicht nur um den Brandschutz kümmert, sondern auch eine aktive Rolle in der Jugendarbeit spielt. Ein Spielplatz für die Kinder wurde dort errichtet – ein echter Gewinn für die Gemeinschaft!

Bürokratische Hürden in der Pflege

Doch nicht nur die Energiekosten sind ein heißes Thema. Im Pflegebereich herrscht ein großer Handlungsbedarf. Dim betont die politische Verantwortung, die Rahmenbedingungen für Pflegekräfte zu verbessern. Er spricht sich für eine Reduzierung des Bürokratismus aus, um die Arbeitsbedingungen zu optimieren. Klinger hebt hervor, dass nicht nur diplomiertes Personal gefragt ist. Es braucht neue Ansätze, um den Personalnotstand zu bekämpfen. In diesem Kontext erhofft sich Dim durch die Einführung der Pflegelehre positive Veränderungen.

Ein aktuelles Gutachten des Deutschen Bundestages, das den Energieverbrauch stationärer Pflegeeinrichtungen evaluiert, zeigt, dass auch hier erhebliche Potenziale zur Reduzierung des Energieverbrauchs bestehen. Der Fokus liegt auf den Entwicklungen nach der Einführung des Härtefallfonds. Der Bericht, erstellt von der Curacon GmbH, wird interessante Vergleichswerte aus dem Jahr 2022 liefern, die auch für Österreich von Bedeutung sein könnten. Schließlich sind es die Pflegeeinrichtungen, die in der Zukunft einen gestiegenen Energiebedarf aufweisen werden, besonders angesichts der demografischen Veränderungen.

Politische Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung

Eine weitere spannende Entwicklung in der Pflege ist der jüngste Gesetzentwurf zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung, der erste Lesungen im Bundestag bereits hinter sich hat. Ziel ist es, Pflegekräfte von bürokratischen Aufgaben zu entlasten und ihre Kompetenzen zu erweitern. Künftig sollen sie eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen, die bisher Ärzten vorbehalten waren, etwa im Bereich Diabetes oder Wundmanagement. Es ist klar, dass die Attraktivität des Pflegeberufs gesteigert werden muss – und zwar nicht nur durch neue Gesetze, sondern auch durch eine klare Definition von Kompetenzen.

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Die Entwicklungen rund um die Pflege – vom Bürokratieabbau bis hin zur Schaffung eines einheitlichen Berufsbildes für Pflegefachassistenten – sind ein Schritt in die richtige Richtung. Bis 2055 wird ein Anstieg der Pflegefälle auf bis zu 8,2 Millionen erwartet. Das bedeutet, dass schnellstmöglich Lösungen gefunden werden müssen, um den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden.

Der Bezirkstag in Grieskirchen hat in dieser Hinsicht wichtige Impulse gesetzt. Es bleibt spannend, wie die politischen Akteure auf die Herausforderungen reagieren werden und ob sie ihre Versprechen auch in Taten umsetzen können.