In Peuerbach, einer charmanten Stadt in Oberösterreich, gab es kürzlich einen Anlass zur Freude. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich ehrte gleich drei außergewöhnliche Unternehmerinnen: Monika Kaltseis, Sandra Vielmetti und Kerstin Glöckl-Steininger. Schon allein der Gedanke, dass Frauen in der Region so viel unternehmerisches Talent zeigen, ist einfach inspirierend!

Monika Kaltseis, die mit ihrem Geschäft „Monika – Hochzeit und Schenken“ individuelle, handgefertigte Produkte anbietet, hat sich auf persönliche Lösungen für besondere Anlässe spezialisiert. Hochzeiten sind für sie nicht nur Geschäfte, sondern echte Herzensangelegenheiten. Ihre Kreationen bringen den Zauber von einzigartigen Momenten in die Realität. Dann haben wir Sandra Vielmetti, die mit „Kräuter und Geist“ die Welt der Naturkosmetik eröffnet. Mit ihrem Wissen über ätherische Öle und Naturprodukte gibt sie in Seminaren ihr Fachwissen weiter und sorgt dafür, dass Bildung in der Naturheilkunde und Kosmetik nicht in Vergessenheit gerät. Und last but not least, Kerstin Glöckl-Steininger, die mit ihrer Vinothek „Weinzwitscherei“ über 200 verschiedene österreichische Weine präsentiert. Ihre Leidenschaft und ihr Wissen über heimische Weinsorten ziehen die Kunden magisch an.

Die Sichtbarkeit für kreative Unternehmerinnen

Günther Baschinger, Bezirksobmann der Wirtschaftskammer, machte bei der Ehrung deutlich, wie wichtig die Sichtbarkeit für kreative Unternehmerinnen und Unternehmer ist. Diese Sichtbarkeit ist nicht nur für die Unternehmerinnen selbst von Bedeutung, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft, die von den innovativen Ideen und Geschäftsmodellen profitiert. Sabine Mayr, Mitglied des WKO-Bezirksstellenausschusses, begleitete die Verleihung und zeigte damit die Unterstützung der Wirtschaftskammer für lokale Gründerinnen.

Die Situation für Gründerinnen ist jedoch nicht immer einfach. Laut dem KfW-Gründungsmonitor liegt der Anteil der Gründerinnen in Deutschland bei etwa 20%. Das ist zwar beachtlich, aber auch ernüchternd, wenn man bedenkt, dass Frauen 50% der Bevölkerung ausmachen. Und obwohl Frauen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse haben als Männer, sind sie in der Gründerszene weiterhin unterrepräsentiert. Die COVID-19-Pandemie hat die Situation zusätzlich erschwert, brachte aber auch neue Möglichkeiten mit sich, wie flexible Arbeitsmodelle und digitale Geschäftsfelder.

Die Erfolge und Herausforderungen von Gründerinnen

Erstaunlicherweise zeigen Studien der Boston Consulting Group, dass von Frauen geführte Start-ups pro investierten Euro 78 Cent Gewinn erwirtschaften – während männliche Gründer nur 31 Cent generieren. Das spricht für die Innovationskraft von Frauen! Gründerinnen entwickeln oft Produkte und Dienstleistungen, die vernachlässigte Bedürfnisse, wie Gesundheit, Bildung und Nachhaltigkeit, adressieren. Aber es gibt auch viele Herausforderungen: Die Finanzierung ist oft ein großes Thema, denn Frauen erhalten im Durchschnitt nur ein Drittel der Mittel, die männliche Gründer einwerben. Und die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmertum bleibt ein Balanceakt, der viele Gründerinnen belastet.

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Dennoch gibt es sie, die Erfolgsgeschichten. Frauen wie Verena Pausder, die mit Fox & Sheep die digitale Bildung revolutioniert hat, oder Lea-Sophie Cramer, die das Tabuthema Sexualität in den E-Commerce gebracht hat. Diese starken Vorbilder zeigen, dass Sinnorientierung, authentische Führungsstile und Netzwerkbildung entscheidend sind für den Erfolg. Und es gibt positive Trends, die darauf hindeuten, dass sich die Gründungskultur für Frauen langsam verbessert.

Ein Blick auf die Zahlen

Laut dem Women Entrepreneurship Monitor 2024/25, veröffentlicht vom BMWE, beträgt die GEM-Gründungsquote der Frauen im Jahr 2024 bereits 8,5 Prozent – der höchste Wert bisher. Diese Quote zeigt den Anteil der 18- bis 64-Jährigen, die in den letzten 3,5 Jahren ein Unternehmen gegründet haben oder dabei sind, eines zu gründen. Es ist ein kleiner, aber bedeutender Schritt in die richtige Richtung, wenn man bedenkt, dass der Unterschied zur Gründungsquote der Männer gesenkt wurde. Deutschland bewegt sich im Vergleich zu anderen Ländern im oberen Drittel, was durchaus ermutigend ist.

Insgesamt ist die Situation für Gründerinnen also komplex, aber auch voller Potenzial. Die Ehrung von Monika Kaltseis, Sandra Vielmetti und Kerstin Glöckl-Steininger ist ein starkes Zeichen dafür, dass Frauen in der Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin gefördert werden, damit noch mehr kreative Köpfe die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen zu verwirklichen. Die Zukunft gehört den Unternehmerinnen – und das ist gut so!

Für weitere Informationen können Sie den Artikel auf der Webseite der Tipps nachlesen: Wirtschaftskammer ehrt drei innovative Unternehmerinnen aus Peuerbach.

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