In der Diözese Linz gibt es einen bemerkenswerten Wechsel in der Verantwortung für Umwelt und Schöpfungsverantwortung. Andrea Steinegger, eine 54-jährige studierte Forstwirtin und Forstmeisterin, wurde am 1. April 2026 von Bischof Manfred Scheuer zur neuen „Sprecherin für Umwelt und Schöpfungsverantwortung“ ernannt. Damit übernimmt sie nicht nur eine führende Rolle, sondern steht auch als erste Frau an der Spitze dieser wichtigen Funktion.

Steinegger, die 1971 in Linz geboren wurde, hat bereits eine beeindruckende Karriere hinter sich. Im Dezember 2024 übernahm sie als erste Frau die Verantwortung für die Forstverwaltung der Diözese Linz. Ihr Arbeitsgebiet erstreckt sich über ganz Oberösterreich und umfasst die Pflege von Waldparzellen, die zur Priesterbesoldung beitragen. Zu ihren vielfältigen Aufgaben zählen Waldpflegearbeiten, Wegerechtsfragen sowie die Kommunikation mit Grundnachbarn, Jägern und Behörden. In ihrer neuen Rolle wird sie die Anliegen des Umweltschutzes und der Schöpfungsverantwortung nicht nur innerhalb der Diözese, sondern auch in der Öffentlichkeit vertreten.

Engagement für die Umwelt

Die feierliche Dekretüberreichung fand am 24. April 2026 im Bischofshof statt, wo Bischof Scheuer sein Vertrauen in Steineggers Qualifikationen betonte und ihr Gottes Segen für ihr Engagement wünschte. In ihrer Funktion wird sie auch Vorsitzende der im Frühjahr 2025 gegründeten Kommission für Umwelt und Schöpfungsverantwortung sein. Diese Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, die Ökologisierung diözesaner Aktivitäten voranzutreiben, mit einem klaren Fokus auf die Reduktion von Treibhausgasemissionen, den Schutz der Biodiversität und nachhaltige Beschaffung.

Steineggers beruflicher Werdegang ist bemerkenswert: Nach ihrer Ausbildung an der Höheren Bundeslehranstalt für Land- und Ernährungswirtschaft in Elmberg und einem Studium der Forstwirtschaft/Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur in Wien, wo sie eine von nur sechs Frauen in einer Gruppe von 120 Studierenden war, arbeitete sie in verschiedenen relevanten Positionen. Dazu zählen Tätigkeiten im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft sowie bei der Zertifizierung von Holz in der Lenzing AG. Seit 2009 führt sie ihren eigenen Land- und Forstwirtschaftsbetrieb in Steinbach am Attersee.

Frauen in der Forstwirtschaft

Steineggers Ernennung zur Umweltsprecherin fällt in einen Kontext, der die Rolle von Frauen in der Forstwirtschaft zunehmend in den Fokus rückt. Das Projekt Fem4Forest „Forests in Women’s Hands“, das im Juli 2020 gestartet wurde, zielt darauf ab, die verschiedenen Rollen von Frauen in der Forstwirtschaft und der Wertschöpfungskette von Wäldern hervorzuheben. Mit Partnern aus zehn Ländern, darunter auch Österreich, wird an der Stärkung des Forstsektors auf lokaler, regionaler und interregionaler Ebene gearbeitet, um die Beteiligung von Frauen zu erhöhen.

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In Bayern besitzen fast die Hälfte der Waldbesitzerinnen etwa 500.000 Hektar (20 % der Gesamtwaldfläche) allein oder im Gemeinschaftseigentum. Dennoch ist der Anteil von Frauen als Fachkräfte im forstwirtschaftlichen Sektor nach wie vor gering. Das Projekt zielt darauf ab, neue Möglichkeiten zu schaffen und die Sichtbarkeit der Rolle von Frauen in der Forstwirtschaft zu erhöhen. Innovative Ansätze für Bildung und Mentoring sollen dazu beitragen, die aktiven Rollen von Frauen in der Forstwirtschaft zu fördern.

Andrea Steineggers Engagement für Umweltschutz und Schöpfungsverantwortung, kombiniert mit der wachsenden Anerkennung der Rolle von Frauen in der Forstwirtschaft, zeigt, dass der Wandel hin zu einer nachhaltigeren Zukunft in der Diözese Linz und darüber hinaus bereits in vollem Gange ist. Ihre Erfahrungen und ihr Einsatz versprechen, einen bedeutenden Beitrag zur ökologischen Transformation der Diözese zu leisten.

Weitere Informationen zu Andrea Steineggers Ernennung finden Sie in der Quelle hier.