Extremsportler Joseph Heß schwimmt die Donau für den Gewässerschutz
Heute, am 17. Juli 2026, ist der Bezirk Perg in Aufregung. Joseph Heß, ein 38-jähriger Extremsportler aus Dresden, hat sich eine gewaltige Herausforderung auferlegt: Er schwimmt die Donau durch, von Deutschland bis zum Schwarzen Meer. Mit einem ehrgeizigen Ziel vor Augen, plant er, diese Strecke von etwa 2.850 Kilometern in nur 60 Tagen zu bewältigen. Täglich legt er rund 60 Kilometer zurück und gibt über 40.000 Kraulschläge. Eine beeindruckende Leistung, die viele Menschen aus der Region anzieht, die seinen Weltrekordversuch hautnah miterleben wollen.
Am Mittwoch, den 16. Juli, war es dann so weit. Heß schwamm im Bezirk Perg von Asten bis Grein und das Interesse der Anwohner war riesig. Elisabeth Hammer, eine gebürtige Greinerin, hatte die Gelegenheit, ihn zu treffen und beschreibt den Extremsportler als freundlich und höflich. „Es war einfach toll, ihm bei seinem Versuch zuzusehen!“, sagt sie begeistert. Sein Projekt hat nicht nur sportlichen Charakter, sondern soll auch ein Zeichen für den Gewässerschutz setzen und das Bewusstsein für die Probleme in unseren Gewässern schärfen.
Ein ambitioniertes Ziel
Die Donau ist nicht nur ein beeindruckendes Gewässer, sondern hat auch eine herausragende ökologische und wirtschaftliche Bedeutung. Heß plant, während seiner Schwimmreise Wasserproben zu entnehmen, um eine umfassende Mikroplastik-Kartierung zu erstellen. Diese Daten werden in eine wissenschaftliche Auswertung einfließen, die sowohl der Politik als auch der Gesellschaft Handlungsempfehlungen an die Hand geben soll. Ein Projekt, das weitreichende Auswirkungen haben könnte!
Besonders erschreckend ist die tägliche Mikroplastikbelastung in der Donau: 4,2 Tonnen, das sind etwa 42.000 Plastikflaschen! Heß wird insgesamt 250 Wasserproben sammeln, wobei jede Probe über 300 Euro kosten kann. Ein enormer Aufwand, aber notwendig, um die Qualität des Wassers zu verbessern. Und das ist noch nicht alles – in Zusammenarbeit mit der Uni Leipzig wird auch im Bereich Sportpsychologie geforscht. Ein echtes Teamwork!
Ein sicherer Rahmen
Um die Sicherheit während der Expedition zu gewährleisten, hat Heß ein durchdachtes Sicherheitskonzept entwickelt. Begleitet wird er von einem Kajak und einem kleinen Motorboot. Seine Ausrüstung ist ebenso beeindruckend: mehrere Neoprenanzüge, eine Badekappe, Boje, Vaseline, Ohrstöpsel und eine Med-Box sind nur einige der Dinge, die er dabei hat. Ein Wohnmobil dient als Unterkunft für ihn und sein Team, während sie an den verschiedenen Stationen entlang der Donau anhalten.
Das gesamte Projekt wird von der gemeinnützigen Organisation Wasser 3.0 unterstützt, die auch Spenden sammelt. Jeder Euro zählt – selbst kleine Beträge sind willkommen! Spender erhalten nicht nur eine Bescheinigung, sondern auch regelmäßige Updates über den Fortschritt des Projekts. Ab dem ersten Tag der Expedition gibt es tägliche Updates, Live-Tracking und Zugang zu Behind-the-Scenes-Inhalten. So können alle Interessierten Joseph und sein Team hautnah begleiten.
Am Ende wird alles in die internationale Global Map of Microplastics eingetragen – ein wichtiger Schritt für die globale Forschung und zukünftige EU-Politik. Der Weg zur Verbesserung unserer Gewässer ist lang, aber mit Projekten wie diesem wird er ein Stück weit geebnet.
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