In der Lebenshilfe-Werkstätte St. Georgen an der Gusen gibt es frischen Wind! Christian Wiesinger, ein gelernter Tischler und erfahrener Sozialpädagoge, hat die Leitung der Einrichtung übernommen. Seit 2020 ist er Teil des Teams und hat sich schnell in die Arbeit eingelebt. Sein Zivildienst am Landesklinikum Amstetten und seine Erfahrungen in verschiedenen sozialen Bereichen, wie der Lebenshilfe NÖ und dem Jugendcoaching, haben ihn bestens vorbereitet. Ein halbes Jahr nach seinem Eintritt ins Team übernahm er bereits die Stellvertretung der Werkstättenleitung. Seine Diplomarbeit, die sich mit Empowerment, Inklusion und Selbstermächtigung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung beschäftigte, zeigt, dass ihm die Anliegen der Menschen am Herzen liegen.

In der Werkstätte werden 39 Menschen mit Beeinträchtigung in fünf unterschiedlichen Werkstättenbereichen begleitet. Diese Vielfalt ist nicht nur ein Zeichen der Inklusion, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens dort. Die Einrichtung ist zentral im Ort gelegen und sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher:innen sind jederzeit herzlich willkommen – die Interessenvertreterin zeigt Schulen, Praktikant:innen und allen Interessierten gerne die Werkstätte. Das Team ist jung und dynamisch, und die Angebote reichen von Keramik über Gartenarbeit bis hin zu Hundetherapie und Boccia. Selbstbestimmung wird großgeschrieben; die Beschäftigten entscheiden selbst, an welchen Aktivitäten sie teilnehmen möchten. Neue Ideen werden ernst genommen und gefördert!

Vielfältige Angebote für alle

Die Werkstätte bietet eine Menge an verschiedenen Tätigkeitsfeldern. In der Industriewerkstatt werden zum Beispiel Kuvertierungs- und Sortierarbeiten, aber auch Holz- und Schnitzarbeiten durchgeführt. Die Materialwerkstatt hat sich auf die enge Zusammenarbeit mit anderen Werkstätten spezialisiert und stellt Produkte für den Verkauf her. In der Basicwerkstatt wird das organisatorische Rückgrat der Einrichtung gestärkt – hier werden Wäsche gewaschen, Materialien gelagert und Küchenabläufe organisiert.

Für die kreativen Köpfe gibt es die Kreativwerkstatt, wo unter anderem Holzbrennerei und Filzen auf dem Programm stehen. Und die Keramikwerkstatt? Hier entstehen aus Ton, Gips und Beton wunderschöne Produkte wie Schüsseln, Türschilder und Garten- sowie Heimdeko. Das alles ist nicht nur ein schöner Zeitvertreib, sondern auch eine Möglichkeit für die Beschäftigten, ihre Fähigkeiten zu zeigen und Produkte zu gestalten, die nach Kundenwunsch individuell angefertigt werden.

Integrative Beschäftigung und soziale Vernetzung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die integrative Beschäftigung, bei der fünf Stellen in Partnerbetrieben wie Penny, Agevita und Bellaflora geschaffen wurden. Hier können die Beschäftigten wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln, indem sie im Lager, bei der Mülltrennung oder in der Wäscherei mitarbeiten. Das fördert nicht nur die beruflichen Fähigkeiten, sondern auch die soziale Vernetzung. Es wird auch Wert auf die Entwicklung von Fähigkeiten gelegt – sei es im Sport, mit regelmäßigen Medaillengewinnen im Bocciasport, oder in der Musik, wo Gruppen- und Einzelstunden angeboten werden.

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Die Hundetherapie unterstützt die Teilnehmer auf physischer, psychischer und sozialer Ebene, während die Maltherapie den Selbstausdruck fördert und die Kommunikationsfähigkeiten stärkt. Übrigens, die Ergebnisse der Maltherapie sind in der Bezirkshauptmannschaft Perg ausgestellt – ein schöner Anreiz, um sich kreativ auszudrücken!

Am 26. Juni findet ein Sommerfest statt, zu dem alle eingeladen sind. Ein schöner Anlass, die Werkstätte und ihre Angebote näher kennenzulernen! Wer Interesse hat, bei Veranstaltungen oder im Werkstättenalltag zu helfen, kann sich direkt bei Christian Wiesinger melden. Es gibt immer Platz für neue Freiwillige.

Die Lebenshilfe-Werkstätte in St. Georgen an der Gusen ist also nicht nur ein Ort der Arbeit, sondern auch ein lebendiger Teil des Gemeindelebens. Hier wird Inklusion gelebt, und das gesamte Team strebt danach, die Lebensqualität der Beschäftigten tagtäglich zu verbessern. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Werkstätte unter der Leitung von Christian Wiesinger weiterentwickeln wird, und welche kreativen Ideen noch in den kommenden Monaten entstehen werden!