In Perg tut sich gerade etwas ganz Besonderes. Die Volksschule hat sich in Zusammenarbeit mit Acker Österreich und der Sparkasse Oberösterreich auf ein spannendes Projekt eingelassen: die Anlage eines neuen Schulackers. Hier dürfen die Schüler nicht nur zusehen, sondern aktiv mitwirken. Sie lernen, eigenes Gemüse zu säen, zu pflanzen und natürlich auch zu pflegen! Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die Kinder nicht nur mit der Natur, sondern auch mit dem Thema Ernährung und Klimaschutz vertraut macht.
Dieser Schulacker wird zum neuen Standort der Bildungsinitiative „GemüseAckerdemie“, die bereits in Schärding große Erfolge feiern konnte. Die Initiative bietet den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, den gesamten Prozess der Gemüseproduktion hautnah zu erleben. Vom Säen über das Pflegen bis hin zur Ernte und Vermarktung – die Schüler erfahren, wie viel Arbeit, Geduld und Hingabe hinter der Lebensmittelproduktion steckt. Christoph Musik, der Gründer von Acker Österreich, hebt hervor, wie wichtig es ist, dass Kinder die Natur erleben und verstehen, wo ihre Nahrung herkommt.
Nachhaltigkeit und Sensibilisierung
Johann Kastl von der Sparkasse Oberösterreich betont die Relevanz der frühzeitigen Sensibilisierung für Lebensmittel und gesunde Ernährung, insbesondere in Anbetracht der Herausforderungen des Klimawandels. Rainer Friedinger, Regionalleiter der Sparkasse OÖ Perg-Grein, unterstreicht das Engagement für eine nachhaltige Zukunft und wie diese Initiative perfekt mit den Werten der Sparkasse übereinstimmt. „Uns geht es darum, die Kinder für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann“, sagt er.
Andrea Starzer, die Direktorin der Volksschule Perg, sieht im Schulacker eine wertvolle Möglichkeit, den Schülern praktische Erfahrungen in der Lebensmittelproduktion zu vermitteln. „Es ist wichtig, dass die Kinder verstehen, was es bedeutet, Nahrung herzustellen“, erklärt sie. Und genau das geschieht hier auf dem neuen Schulacker. Die Kinder wachsen mit ihren Pflanzen und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Ein echter Hands-on-Ansatz!
Ein Blick über den Tellerrand
Das Konzept des persönlichen Handabdrucks, das in verschiedenen Bildungsinitiativen Anwendung findet, zielt darauf ab, nachhaltiges Verhalten zu fördern und Rahmenbedingungen zu verändern. Handabdruck-Aktionen sollen es den Menschen erleichtern, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Es geht nicht nur darum, den eigenen Fußabdruck zu verbessern, sondern auch darum, wie man gemeinsam die Situation für viele Menschen verändern kann. Die Motivation für Jugendliche, sich aktiv für Veränderungen einzusetzen, spielt hierbei eine zentrale Rolle.
Das Center for Environment Education in Indien hat das Handabdruck-Konzept entwickelt, und es wurde in Deutschland von Germanwatch e.V. weiter ausgebaut. Hier wird es als Bildungs- und Engagementkonzept für politisches und strukturelles Handeln genutzt. Materialien und Hilfestellungen werden bereitgestellt, um das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu schärfen.
So gesehen, ist der Schulacker an der Volksschule Perg nicht nur ein Ort des Lernens und Experimentierens, sondern auch ein Schritt in Richtung einer bewussteren und nachhaltigeren Zukunft. Die Schüler von heute sind die Entscheidungsträger von morgen – und das, liebe Leserinnen und Leser, ist eine wertvolle Perspektive!