Vor 25 Jahren geschah in Perg, Österreich, ein tragischer Kriminalfall, der die Gemeinde und darüber hinaus in seinen Bann zog. Zwei Teenager, eine 13-Jährige und ein 16-Jähriger, verloren ihr Leben durch eine tödliche Strychninvergiftung. Die beiden Jugendlichen feierten den bevorstehenden Schüleraustausch der 13-Jährigen nach Venezuela, nichtsahnend, dass dieser Abend fatale Folgen haben würde.

Während sie um die Häuser zogen, trafen sie auf drei Bekannte, die ihnen „zerstampftes Ecstasy“ anboten. Diese hatten zuvor Strychnin in einem verlassenen Bauernhaus gefunden und verkauft. Nach dem Konsum des vermeintlichen Ecstasy erlitten die Teenager plötzlich schwere Krämpfe und Atemnot. Die drei Täter beobachteten die dramatische Situation und versuchten sogar, dem Mädchen den Mund zuzuhalten – unfassbar.

Ein schrecklicher Vorfall

In dem Chaos, das folgte, verging sich der 22-jährige Täter sexuell an der 13-Jährigen, bevor sie starb. Die Leiche des 16-Jährigen wurde später im Flussbett der Naarn entdeckt, während die der 13-Jährigen unter einer Fußgängerbrücke lag. Zunächst gingen die Ermittler von natürlichen Todesursachen aus, doch toxikologische Untersuchungen brachten die schockierende Wahrheit ans Licht: Strychnin war in ihren Körpern nachgewiesen worden. Die Dosen lagen bei 2,12 mg für die 13-Jährige und 1,21 mg für den 16-Jährigen – tödlich ab 0,4 mg. Eine Rettung der beiden Opfer wäre nur bei sofortiger und professioneller Hilfe möglich gewesen, bestätigte ein Sachverständiger für Toxikologie im Verlauf des „Rattengift-Prozesses“, der am Dienstag beim Landesgericht Linz stattfand.

Die Ermittler konnten die drei Täter schnell identifizieren. Beweise wurden sowohl auf einem Computer als auch im Badezimmer des 22-Jährigen gefunden. Er wurde wegen zweifachen Mordes angeklagt und erhielt zunächst eine Haftstrafe von 18 Jahren, die später auf lebenslang erhöht wurde. Der 15-Jährige bekam 9 Jahre, der andere 4 Jahre Haft.

Drogenbericht und gesellschaftliche Relevanz

Der Fall hat nicht nur in Perg, sondern auch in ganz Österreich für Aufsehen gesorgt – und zeigt einmal mehr die Gefahren im Zusammenhang mit Drogen. Laut dem jährlichen „Bericht zur Drogensituation in Österreich“, der von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht sowie dem Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben wird, werden Entwicklungen bei politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen behandelt. Der Drogenbericht 2025 wird die epidemiologische Situation des Jahres 2024 erfassen und bietet umfassende Einblicke in Drogenmärkte, Drogendelikte und drogenbezogene Themen im Zusammenhang mit Haft.

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Es ist erschreckend, dass solche Vorfälle immer noch geschehen, und sie mahnen uns, wachsam zu sein. Die tragischen Schicksale der beiden Teenager sind eine ständige Erinnerung daran, wie wichtig Aufklärung und Prävention im Umgang mit Drogen sind. Der Schmerz, den ihre Familien und Freunde erlebt haben, ist unermesslich. Wenn wir darüber nachdenken, was damals in Perg geschehen ist, wird uns klar, dass wir alle Verantwortung tragen, um die Zukunft unserer Jugend zu schützen. Informationen und Aufklärung sind der Schlüssel – und so bleibt zu hoffen, dass solche Tragödien nicht noch einmal geschehen.

Für weitere Details zu diesem Fall und den aktuellen Entwicklungen in der Drogensituation in Österreich können die Berichte auf den entsprechenden Webseiten eingesehen werden, wie zum Beispiel in unserem Artikel über das Strychnin-Drama in Perg oder dem Rattengift-Prozess.

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