Wechsel in der Pfarrgemeinde Pabneukirchen: Josef Rathmaier zieht sich zurück und sucht Ehrenamtliche für Seelsorgeteam
In der Pfarrgemeinde Pabneukirchen gibt es einen Wechsel, der viele Mitglieder berühren wird. Josef Rathmaier hat in einem Pfarrbrief bekannt gegeben, dass er als Pfarrassistent aufhört. Zukünftig wird die Gemeinde von einem ehrenamtlichen Seelsorgeteam geleitet, das aber noch nicht vollständig ist. Es fehlen dringend Ehrenamtliche, und Rathmaier bittet daher um Gebet und lädt die Gemeindemitglieder ein, sich aktiv am Seelsorgeteam zu beteiligen. Er selbst wird jedoch nicht ganz von der Bildfläche verschwinden. Als „hauptamtliche Ansprechperson“ wird er im Seelsorgeteam der Pfarre Strudengau tätig sein und plant, weiterhin Feste in Pabneukirchen zu gestalten sowie Kinder zu taufen. Auch bei Beerdigungen möchte er unterstützen und sich um die Kircheninnenrenovierung kümmern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Pflege der Pfarranlagen. Für die Grünanlagen und den Pfarrhof werden Personen gesucht, die sich um den barrierefreien Aufgang, die Friedhofsmauer und die Rosen beim Kirchturm kümmern. Außerdem steht die monatliche Müllentsorgung ins Abfallzentrum auf der Liste der Aufgaben. Auch die technische Betreuung des Pfarrhofs und des Pfarrzentrums ist gefragt. Es bleibt also viel zu tun, und Rathmaier hofft auf zahlreiche helfende Hände!
Seelsorge und Ehrenamt
Die Bedeutung von Ehrenamtlichen in der Seelsorge wird immer größer. Sie bringen wertvolle Lebens- und Erfahrungskompetenz mit, was die Arbeit in der Gemeinde bereichert. In Bereichen wie der Krankenhausseelsorge, Telefonseelsorge, Hospiz- und Palliativbegleitung sowie den besuchenden Diensten der Kirchengemeinden sind Ehrenamtliche unverzichtbar. Es ist jedoch wichtig, dass sie eine grundlegende Aus- und Weiterbildung erhalten, um gut vorbereitet in diesen sensiblen Bereichen zu arbeiten.
Das Engagement von Personen wie Elfriede Neugschwandtner zeigt, wie erfüllend der Beruf des Seelsorgers sein kann. Sie war lange ehrenamtlich in der Katholischen Jugend aktiv, bevor sie den Schritt wagte, ihre Banktätigkeit aufzugeben und Pastoralassistentin zu werden. Ihr Weg begann am 1. September 1992 in der Pfarre Christkönig in Linz. In ihren frühen Dienstjahren erlebte sie eine Zeit des großen caritativen Engagements, die durch den Krieg im ehemaligen Jugoslawien geprägt war. Gemeinsam mit SOS-Mitmensch organisierte sie ein Lichtermeer gegen Fremdenfeindlichkeit. Solche Initiativen sind eine wunderbare Erinnerung daran, wie wichtig es ist, in schwierigen Zeiten zusammenzuhalten.
Die Herausforderungen der Seelsorge
Wie auch Josef Rathmaier, der in seinen Anfängen für Jungschar- und Jugendgruppen verantwortlich war und Predigtdienste übernahm, ist die Einarbeitung in die Gemeinde oft eine Herausforderung. Die ersten Jahre sind geprägt von dem Kennenlernen der Gemeinde und dem Umgang mit den Erwartungen an Priester und Pastoralassistenten. Rathmaier hat es jedoch geschafft, einen guten Anschluss zu finden, besonders weil schon eine Frau vor ihm als Pastoralassistentin tätig war. Das zeigt, wie wichtig es ist, Vorbilder zu haben, die den Weg ebnen.
Beide, Rathmaier und Neugschwandtner, betonen, dass der Beruf des Seelsorgers sinnstiftend ist. Er bietet die Möglichkeit, mit Menschen zu arbeiten und sie in ihren Lebensfragen zu begleiten. Die seelsorgliche Arbeit ist nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Berufung, die Freude und Trost bringt. Und genau das ist es, was Rathmaier auch weiterhin in Pabneukirchen leben möchte.
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