Heute ist der 13.05.2026 und im Ried hat sich in der Natur einiges getan! Eine riesige Insektenwelle steht bevor, denn die Maikäfer sind wieder aktiv. Diese kleinen Gesellen haben einen besonderen Lebenszyklus, der sich über drei bis fünf Jahre erstreckt. Von der Eiablage über die Larvenphase als Engerling bis hin zum erwachsenen Käfer durchlaufen sie verschiedene Entwicklungsstadien. In den Abendstunden des Mai, wenn die Temperaturen angenehm sind, wird es wieder soweit sein: Der große Maikäfer-Massenflug beginnt!
Besonders im Hessischen Ried wird mit einem Massenauftreten von bis zu einer halben Milliarde Waldmaikäfern gerechnet. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat das prognostiziert. Wenn man bedenkt, dass diese Käfer vor einigen Jahrzehnten fast ausgestorben wären, ist das schon ein kleines Wunder. Man findet sie zwar in den meisten Gärten eher selten, aber im Mai sind sie besonders aktiv, vor allem an Eichen und anderen Laubbäumen. Die größte Freude an den Käfern haben vermutlich die Naturfreunde, die sich in die Laubwälder aufmachen, um dieses Naturschauspiel hautnah zu erleben. (Quelle)
Flugzeit und Lebensweise der Maikäfer
Die Hauptflugzeit der Maikäfer ist im Mai, und in diesem Jahr sind sie besonders zahlreich. Während des Fluges sind sie vor allem in der Dämmerung aktiv. Aber was viele nicht wissen: Diese Käfer können sowohl als Nützlinge als auch als Schädlinge betrachtet werden. Die erwachsenen Käfer fressen in der Regel nicht an gesunden Pflanzen, aber die Engerlinge, die Larven, können Rasen und Wurzeln junger Bäume schädigen. Ihre Vorliebe für zarte Wurzeln kann in Regionen mit hohen Larvendichten zu Problemen führen. Das ist vor allem in Gebieten zu beobachten, wo die Entwicklungsphasen der Käfer synchron ablaufen. (Quelle)
In Deutschland gibt es zwei Hauptarten von Maikäfern: den Feldmaikäfer und den Waldmaikäfer. Beide sehen sich zwar ähnlich, haben aber unterschiedliche Lebensräume. Während die Feldmaikäfer in offenen Flächen nisten, zieht es die Waldmaikäfer in die Nähe von Laubbäumen. Diese kleinen Naturwunder sind nicht nur für die Pflanzenwelt wichtig, sie sind auch Teil eines größeren Ökosystems. Vögel, Fledermäuse und Wildschweine zählen auf die Maikäfer als eine wichtige Nahrungsquelle. Trotz ihrer potenziellen Schadwirkung ist es wichtig, die Maikäfer als Teil des Ganzen zu betrachten und nicht nur als Schädlinge zu klassifizieren.
Die Bedeutung der Maikäfer für das Ökosystem
Wenn man sich die Entwicklung der Maikäferpopulation ansieht, wird klar, dass sie in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Erholung erfahren haben. Das Massenauftreten von Maikäfern ist in einigen Regionen, wie dem Südwesten Deutschlands, eine regelmäßige Erscheinung. Dort schlüpfen jährlich rund fünf Milliarden Maikäfer, und das nicht ohne Grund. Die Böden sind ideal für die Engerlinge, die sich von Pflanzenwurzeln ernähren. In Thüringen beispielsweise sind die Bedingungen allerdings nicht überall optimal, da Muschelkalk und Keuper aus Ton, Lehm und Sandstein die Entwicklung der Engerlinge erschweren. (Quelle)
Eine Jahrestagung von Entomologen in Thüringen am 25. April hat gezeigt, wie wichtig der Austausch über diese faszinierenden Käfer ist. Dort wurde auch diskutiert, dass Schäden an Pflanzenwurzeln nicht jedes Jahr auftreten, sondern nur bei sehr hohen Larvendichten. Das zeigt, dass das Ökosystem von vielen Faktoren abhängt und das Verständnis für Maikäfer und ihre Rolle darin unerlässlich ist.