Motorsportzentrum Ried: Vom Entwicklungs-Team zum GT2-Europameister
Das Motorsportzentrum Ried, kurz MZR, hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Werdegang hingelegt. Was vor acht Jahren als Entwicklungsteam begann, hat sich mittlerweile zu einem erfolgreichen Rennstall gewandelt. Die Wurzeln des Teams liegen in der Gemeinde Tumeltsham, wo seit 2005 Motoren und Getriebe für den Rennsport entwickelt werden. Der Umstieg zum Rennteam mit eigenen Boliden und Fahrern kam 2018. In dieser kurzen Zeit hat das MZR in verschiedenen Serien wie der Austrian GT Cup Series und der Super Car Challenge Fuß gefasst.
Ein ganz besonderer Erfolg krönte die bisherigen Bemühungen: 2024 gewann das MZR die internationale GT2-Europameisterschaft. In dieser Serie treten Profirennfahrer und Amateurpiloten gemeinsam an – aktuell sind das Reinhard Kofler und Marius Aigner. Ihre beeindruckenden Leistungen wurden durch den Sieg von Kofler und dem Schweizer Martin Koch in der Serie unterstrichen. Auch in der AM-Klasse war das MZR erfolgreich vertreten: Hermann Berger und Rudi Happl zeigten ihr Können und sorgten für weitere Erfolge. Am vergangenen Wochenende konnten die Fahrer in Misano, Italien, eines von zwei Hauptrennen der GT2-European Series für sich entscheiden. Ein weiteres Team, bestehend aus Max Grip und Jack Russell, schaffte es in der Masters-Kategorie auf zwei dritte Plätze.
Die Herausforderungen der GT2-Klasse
Doch die GT2-Serie ist nicht ohne Herausforderungen. Die Teilnehmerzahlen sind in den letzten Jahren rückläufig, und dies ist für alle Beteiligten ein großes Thema. So starteten beim letzten Rennen in Spa-Francorchamps nur neun Fahrzeuge, und in Zandvoort waren es gar nur acht. Im Vorjahr waren die Starterfelder noch deutlich zweistellig. SRO-Boss Stephane Ratel hat die Probleme der Serie erkannt und räumt ein, dass das GT2-Format bislang nicht den erhofften Erfolg hatte. Das GT2-Konzept, das 2018 bei den 24 Stunden von Spa vorgestellt wurde, richtete sich primär an Amateure und sollte mehr Leistung als die GT3-Klasse bieten, jedoch mit weniger Abtrieb. Ein Balanceakt, der nicht immer gelungen ist.
Dennoch wird an Lösungen gearbeitet. Ratel und die Hersteller haben sich zusammengesetzt, um das Konzept weiterzuentwickeln. Ab 2026 sollen auch Gold- und Platin-Fahrer in der GT2-European Series teilnehmen dürfen. Außerdem wird eine eigenständige Silber-Klasse eingeführt und die Kooperation mit dem SRO-GT-Academy-Programm ausgebaut. Das Ziel? Junge Talente anziehen und fördern. Der schnellste Silber-Fahrer könnte sogar einen Preis gewinnen, der ihn in ein finanziertes Cockpit in der GT-World-Challenge Europe bringt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Zukunft des MZR sieht vielversprechend aus, auch wenn die GT2-Klasse vor Herausforderungen steht. Die Kombination aus Amateur- und Profirennfahrern bietet eine spannende Dynamik, die sowohl für die Fahrer als auch für die Zuschauer interessant ist. Es gibt bereits neue Boliden, wie den von Ginetta, die in Spa vorgestellt wurden. Ein positives Signal für die Zukunft, das Hoffnung weckt. Die nächste Gelegenheit für das MZR, sich zu beweisen, steht bereits am 20. September in Zandvoort, Niederlande, an. Das Team wird alles daran setzen, an die Erfolge anzuknüpfen und das Publikum erneut zu begeistern.
Für weitere Informationen über das Motorsportzentrum Ried und die GT2-European Series, besuchen Sie auch die Webseite von Mein Bezirk oder GT Place. Bleiben Sie dran – die Rennsaison hat erst begonnen!
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Unser neues Website-System (VeloCore) vereint mehrere zentrale Anforderungen moderner Nachrichtenportale: kurze Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die technische Umsetzung mit diesem Anspruch an Qualität und Zukunftssicherheit erfolgte durch Daniel Wom / VeloCore.
